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Legionellen in Ichenhauser Schwimmhalle

01.11.2012

Bad bleibt mindestens bis 11. November geschlossen

In Hallenbädern (Symbolbild) wird das Wasser immer wieder genau untersucht. In Ichenhausen wurden jetzt Legionellen entdeckt.
Bild: Sven Daam

Bakterien wurden bei einer Routinekontrolle im Badewasser in der Kleinschwimmhalle in der Friedrich-Jahn-Straße entdeckt.

Ichenhausen Bei der monatlichen Routineuntersuchung sind im Badewasser der Kleinschwimmhalle der Stadt Ichenhausen Legionellen entdeckt worden. Momentan ist das Bad unter der Friedrich-Jahn-Halle wegen der Schulferien ohnehin geschlossen. Es soll nach Auskunft von Stadtbaumeister Gerhard Hruby frühestens zu Beginn der 46. Kalenderwoche, also ab 12. November wieder geöffnet werden. Vorsorglich will die Stadt nicht nur das Wasser im Schwimmbecken mit hoch dosiertem Chlor von den unerwünschten Bakterien befreien, sondern auch die Duschen untersuchen lassen. „Wir wollen kein Risiko eingehen“, versicherte Bürgermeister Hans Klement.

Einmal im Monat werden in der Ichenhauser Kleinschwimmhalle routinemäßig Wasserproben genommen und an das Augsburger Labor Dr. Hallermayer zur Untersuchung geschickt. Dabei dürften, so erklärt Ichenhausens Stadtbaumeister Gerhard Hruby, in einem Milliliter Badewasser keine Legionellen – sie kommen in sehr geringer Konzentration im Grundwasser vor – nachweisbar sein.

Diesmal allerdings habe man im Labor vier Keime von Legionella pneumophila pro Milliliter nachgewiesen. Kolibakterien seien nicht gefunden worden. „Die Stadt hat sofort das Gesundheitsamt eingeschaltet, das vorsorglich auch die Untersuchung der Duschen empfohlen hat.“ Das Duschwasser, so Hruby, habe man bisher noch nicht untersucht, auch bei Routinekontrollen nicht.

Mit hochdosiertem Chlor desinfiziert

Um die unerwünschten Bakterien, die die unter Umständen die todbringende Legionärskrankheit auslösen können, zu beseitigen, wird in der Kleinschwimmhalle das Wasser mit hoch dosiertem Chlor desinfiziert.

Das Mittel müsse eine Stunde einwirken, dann wolle man die Proben so schnell wie möglich in das Augsburger Labor bringen, sagte Gerhard Hrubyunserer Zeitung am Mittwoch.

Dort allerdings werde der Nachweis, ob das Badewasser dann wieder legionellenfrei ist, bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. So lange werde man das Bad im Keller der Friedrich-Jahn-Halle auf jeden Fall geschlossen halten.

Regelmäßige Nutzer des Bades sind die benachbarten Ichenhauser Schulen ebenso wie die Grundschule Waldstetten und die Teilhauptschule Wettenhausen, die dort Schwimmunterricht abhalten. Außerdem nutzen Vereine das kleine Schwimmbecken, das im Winterhalbjahr an manchen Abenden auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

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