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Gemeinderat

16.07.2020

Böschung in Balzhausen wird im Herbst gerodet

Da der Anwohner in Balzhausen die gemeindliche Böschung aus Altersgründen nicht mehr mähen und pflegen kann, übernimmt nun der Bauhof diese Aufgabe. Im Herbst soll der Hang gerodet werden.
Bild: Karl Kleiber

Gremium befürwortet die Abholzung einer zugewachsenen Böschung an der Augsburger Straße. Bauhof übernimmt künftig die Pflege.

Bei der jüngsten Sitzung standen eigentlich nur drei Punkte auf der Tagesordnung. Aber letztendlich kamen aus dem Rat zahlreiche Themen, Anregungen und Wünsche zur Beratung.

Bürgermeister Daniel Mayer teilte mit, dass ein 88-jähriger Anwohner an der Ecke Memmenhauser und Augsburger Straße die hohen und steilen gemeindlichen Böschungen aus Altersgründen nicht mehr pflegen und mähen könne, was er 50 Jahre unentgeltlich gemacht habe. Diese sei durch Anflug in den letzten Jahren mit hohen Fichten, anderen Sträuchern und Gebüschen derart zugewachsen, dass der Anlieger diesem Wildwuchs nicht mehr Herr wird.

Der Bauausschuss begutachtete bei einem Ortstermin die Situation und kam zu dem Ergebnis, dass die Böschung gerodet wird. Dies soll wegen des Vogelschutzes erst im Herbst durch die Gemeindearbeiter erfolgen. Dieser empfahl, keine große Bepflanzung vorzunehmen, sondern einen grünen Hang zu gestalten. Der Bauhof wird künftig auch Pflege und Mähen übernehmen. Einstimmig wurden die Rodung und eine pflegeleichte Bepflanzung beschlossen.

Bei der nichtöffentlichen Beratung ab 16. Juni 2020 wurde der Auftrag nach Ausschreibung für die Dachsanierung der Aussegnungshalle auf dem Kirchfriedhof an die ortsansässige Holzbau-Firma Kalchschmid vergeben, die das günstigste Angebot abgegeben hatte, gab Mayer bekannt. Gemeinderat German Knoll wollte in diesem Zusammenhang wissen, wem eigentlich der Friedhof gehöre. Der Bürgermeister: Er gehört der Kirche, verwaltet wird er von der Kommune, die vertraglich auch Gräber vergibt und Beisetzungen regelt. Bis auf die Nordseite ist die Umfriedung des Gottesackers Aufgabe der Kirche. Stephanie Schütz warf ein, dass die aufgelösten Grabstätten nicht gerade schön aussehen. Es gebe auch Absackungen. Da müssen wir einen Dienstleister beauftragen, der die Schäden behebt, antwortete der Gemeindechef.

Christian Haugg monierte, dass auf den Spielplätzen „Am Haldenberg“ und beim Sportgelände des TSV keine Spielgeräte für Kinder bis zu vier Jahren vorhanden seien. Was kann man tun? Der Bürgermeister erwiderte, man müsse die Plätze inspizieren und feststellen, für welches Alter die vorhandenen Geräte zugelassen sind.

Viel Lob gab es von Martin Hafner für den neuen Boden und die modernen Leuchten in der gemeindlichen Mehrzweckhalle. Schlecht sei dagegen: „Wenn es stark regnet, tropft Wasser von der Decke und wir müssen Eimer aufstellen“. Das Problem sei bekannt, entgegnete Mayer. Das Dach ist an einigen Stellen undicht. Als Abhilfe müsse man dieses aufkanten, nacharbeiten und abdichten. Eine Fachfirma wurde bereits beauftragt. Die Kosten belaufen sich auf etwa 7000 Euro.

Sie habe aus eigener Erfahrung festgestellt, so Rita Wilhelm, dass etliche Feldwege mit dem Fahrrad schlecht zu befahren seien. Kann man diese nicht so herrichten, dass dies besser wird? Im Frühjahr werden die Wege mit Sand-Kies-Gemisch hergerichtet und sind dann am Anfang rau zu befahren, antwortete Mayer. Wenn dann im Herbst alles festgefahren ist, ist die Radsaison zu Ende. „Ein Feldweg ist und bleibt ein Feldweg und ist kein Radweg“. German Knoll: Es komme auch auf die Radreifen an.

Da während des Jahres immer wieder Probleme und Missstände auftauchen und sich die Bürger oft an die Bedienstete des Bauhofes wenden, machte Michaela Leinweber den Vorschlag: Der Bauausschuss sollte sich zweimal im Jahr mit den Gemeindearbeitern treffen. Dabei sollten nicht nur Bausachen, sondern auch andere Maßnahmen und Verbesserungen beraten werden. Das sei ihm auch ein Anliegen, sagte Mayer. Solche Treffen seien in Arbeit und werden weiter verfolgt. Zudem habe man für solche Maßnahmen bereits Geld im laufenden Haushalt eingeplant.

Als letzte Info berichtete der Bürgermeister vom Eichen-Prozessionsspinner-Befall im „Eichbühl“ und an der Grotte zu Kellerberg. Beide wurden inzwischen entfernt. Wer einen Befall bemerkt, sollte diesen umgehend bei der Gemeinde melden.

Die Diskussion ist geschlossen.

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