1. Startseite
  2. Lokales (Krumbach)
  3. Der Neuburger Dorfladen schreibt wieder schwarze Zahlen

Neuburg/Kammel

03.12.2019

Der Neuburger Dorfladen schreibt wieder schwarze Zahlen

Neuburgs Dorfladen schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Markt Neuburg wird die Immobilie voraussichtlich im nächsten Jahr erwerben. 

Plus Nach zwei schweren Jahren, in denen fast das Aus drohte, geht es aufwärts. Erwirbt die Gemeinde jetzt die Immobilie?

Der Neuburger Dorfladen wird zum Jahresende 2019 wieder „schwarze Zahlen“ schreiben. Vorstandschef Franz Fischer gab sich bei der Generalversammlung zuversichtlich. Die Dorfladen Genossenschaft hat aktuell 171 Mitglieder. Anfang 2020 will der Dorfladenchef aber seinen Posten abgeben.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Lesen Sie auch:

Huber-Areal und Ortsumgehung bewegen die Gemüter im Markt Neuburg

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Appell: „Einkaufen, einkaufen, einkaufen!“

Der Neuburger Dorfladen hatte mit 2017 und 2018 zwei schwere Jahre hinter sich. In beiden Jahren mussten Verluste von rund 11 000 Euro (2017) und rund 12 600 Euro (2018) hingenommen werden. Die Existenz des Neuburger Nahversorgers war gefährdet. Umso erleichterter wirkte Fischer bei der Hochrechnung für 2019. Er ist sich sicher, dass der Dorfladen Ende des Jahres einen Gewinn zwischen 4000 Euro und 8000 Euro „einfahren“ wird. Der Umsatz habe sich in den letzten drei Jahren bei rund 550 000 Euro eingependelt. Als Schwellenwert wurden bei der Gründung 600 000 Euro genannt. Im Jahr 2006 lag dieser gar bei 700 000 Euro.

Personalkosten sind ein hoher Kostenfaktor im Dorfladen Neuburg

Die Problematik seien schlichtweg die Personalkosten. Im vergangenen Jahr 2018 lagen diese bei 124 000 Euro, 2017 bei 107 000 Euro und 2012 nur bei 83 000 Euro. Seit Einführung des Mindestlohnes mit seinen Erhöhungen „kämpfe“ der Dorfladen deshalb um seine Existenz. Froh sei Fischer, dass er mittlerweile wieder auf ein gutes und vor allem funktionierendes Team bei den Beschäftigten zurückgreifen könne. Das sei in den vergangenen Jahren nicht immer so gewesen. Haupteinnahmequelle sind die Fleisch-, Wurst- und Backprodukte mit rund 32 Prozent des Gesamtumsatzes. „Hier haben wir aber auch Topprodukte“, lobte Fischer die Lieferanten. Wie Bürgermeister Rainer Schlögl in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender mitteilte, werde der Markt Neuburg voraussichtlich die Immobilie Dorfladen erwerben. Der Bürgermeister hofft, dass über die bevorstehende Dorferneuerung in Neuburg auch geplante Verbesserungen bei der Innenausstattung gefördert werden können. Zudem regte er an, eine Fotovoltaikanlage auf dem Gebäude zu installieren.

Lesen Sie auch:

Der Dorfladen in Mindelzell nimmt Gestalt an

Deisenhauser Dorfladen ist wieder attraktiv

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder Rainer Schlögl und Christian Brückner wiedergewählt. Neu im Aufsichtsrat ist Markus Dopfer. Den Posten als Vorstandsvorsitzender möchte Franz Fischer zum Jahreswechsel abgeben. Ausdrücklich galt sein Dank seiner Stellvertreterin Nadja Schwegler. „Als Steuerexpertin hat sie dem Dorfladen viele positive Im-Pulse gegeben“, so Fischer.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren