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Bürgerversammlung

29.11.2017

Die Neue Mitte steht vor letzten Entscheidungen

Die Vorplanung für den neuen Marktplatz wurde zwischenzeitlich mit der Regierung von Schwaben abgesprochen. Die Gesamtkosten bezifferte Bürgermeister Anton Birle in der Bürgerversammlung auf 1,1 Millionen Euro.

In Ziemetshausen herrschte beim Rückblick und der Information über Großprojekte Harmonie

Etwa hundert Bürger versammelten sich im Festsaal der Taferne, um den Ausführungen des Bürgermeisters Anton Birle zu lauschen. Dennoch hatte die Veranstaltung einen fast familiären Charakter. Das Gemeindeoberhaupt informierte über anstehende Großvorhaben in der Marktgemeinde.

Die Vorplanung für den neuen Marktplatz wurde zwischenzeitlich mit der Regierung von Schwaben abgesprochen. Die Bushaltestelle erhält eine zweite Andockstation, in die parallel zum Gasthof Post entstehende Markthalle mit begrüntem Flachdach wird das Buswartehäus-chen integriert, es sind variable Flächen für einen kleinen Markt, eine Bühne und Spielflächen vorgesehen. Die letzten Entscheidungen stehen ebenso aus wie auch die Beschaffenheit des Platzes mit Brunnen und das Aussehen der Standleuchten. Um den gesamten Marktplatz herum werden knapp fünfzig Parkplätze entstehen. Die Gesamtkosten, beinhaltend neue Kanal- und Wasserleitungen sowie den Ausbau der angrenzenden Mühlstraße, beziffert Anton Birle auf 1,1 Millionen Euro, davon können 650000 Euro über die Städtebauförderung bezuschusst werden.

Das Rathaus erfährt im Rahmen der Ausgestaltung auf Barrierefreiheit auf der rückwärtigen Seite einen erweiterten Anbau. Dort wird ein Aufzug eingebaut. Die ursprünglich geplante Version mit dem Aufzug in der Mitte des Ge-bäudes wurde aus praktischen und finanziellen Gründen verworfen. Zu den Kosten von rund 500000 Euro, die neue Böden, Treppenhaus und Brandschutzmaßnahmen einschließen, erhält die Marktgemeinde etwa 235000 Euro aus staatlichen Förderprogrammen. In seinem Jahresrückblick ging Birle auf die Bevölkerungsentwicklung des Marktes ein. Zur Monatsmitte zählte der Markt mit Ortsteilen 3171 Einwohner, gut 80 mehr als zum Vorjahresstichtag. Davon sind 260 Ausländer. Nach Altersgruppen bilden die Einwohner von 19 bis 65 Jahren mit 1946 Personen die größte Gruppe, die 66-Jährigen und älter stehen mit 507 zu Buche. Das Einwohnermeldeamt verzeichnet bis dato 18 Eheschließungen, 32 Geburten und 22 Todesfälle.

Im Markt hat sich im zurückliegenden Jahr viel ereignet. Zu Beginn des Jahres wurde Paula Luttmann zur Ehrenbürgerin ernannt, Jonas Wowra ging mit drei Dutzend Handwerkerkollegen auf die Walz. Der Schützenverein feierte im Mai sein 200-jähriges Bestehen. Am 31. Mai wurde aus dem geschlossenen Nahkauf auf Initiative von Marktgemeinde, Gewerbe- und Handelsverein sowie einigen Bürgern der ZuMa-Markt Ziemetshausen. Nach Aussage von Manfred Krautkrämer läuft es dort nicht gut genug, die Anfangserfolge haben sich nicht fortgesetzt. Es muss versucht werden, mit Angebotsumstellung und -erweiterung sowie offensiver Bewerbung die Umsätze im Jahr 2018 zu forcieren. Ende Juli wurde Pfarrer Karl B. Thoma nach 26 Jahren in Ziemetshausen verabschiedet, sein Nachfolger Bernhard Endres wurde Mitte September in sein Amt eingeführt. Der Breitbandausbau soll auch für die noch nicht angeschlossenen 220 Haushalte baldmöglichst bis zu einer angestrebten Mindestgeschwindigkeit von 30 Mbit/s abgeschlossen werden.

Für das Gewerbegebiet Haldenweg II liegen erste Anmeldungen vor, das Wohnbaugebiet Allgäustraße erfreut sich einer kontinuierlichen Entwicklung. In der nachfolgenden Aussprache wurde nicht nur mehr Grün auf dem Marktplatz erwartet.

Ein Bürger stellte in einem Selbsttest fest, dass man bei einer willkürlich zusammengestellten Produktpalette im ZuMa-Markt etwa 25 Prozent weniger bezahle als in einem Supermarkt in Thannhausen. Anton Birle und Manfed Krautkrämer nahmen dies mit Freude und als Ansporn für die Bevölkerung zur Kenntnis und hoffen so auf mehr Umsatz. Die Angebotspalette sei breiter und tiefer als früher, so Krautkrämer, notwendige Investitionen könnten aber erst vorgenommen werden, wenn die monatlichen Umsätze eine gewisse betriebswirtschaftliche Höhe erreichten.

Bürgermeister Birle dankte dem Marktgemeinderat für dessen mehr als konstruktive Mitarbeit nicht nur bei den oben genannten Projekten, er freute sich auch über das überaus gute Einvernehmen mit der Bevölkerung der Marktgemeinde. Dritter Bürgermeister Edwin Räder brachte seine Freude über die überaus partnerschaftliche Zusammenarbeit des Gemeindeoberhauptes mit Gemeinderat und Bürgern zum Ausdruck.

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