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Ausstellung

10.10.2015

Grenzenlose künstlerische Neugier ausgelebt

Die Ausstellung von Peter Harder (unser Bild zeigt eine seiner Radierungen) ist vom 11. Oktober bis zum 28. November im Krumbad zu sehen. Die Vernissage ist am 11. Oktober um 19 Uhr. Die Werkeinführung übernimmt Florian Arnold.

Zeichnungen, Holzschnitte und Radierungen von Peter Harder im Krumbad

Arbeiten aus den letzten zehn Jahren in großer Bandbreite der Themen, Motive und Techniken zeigt eine Ausstellung von Peter Harder im Krumbad, die am Sonntag beginnt.

Die Werke zeugen von des Künstlers Streben nach vollkommener Genauigkeit und souveräner Beherrschung des jeweiligen künstlerischen Verfahrens. Genau das hatte Alfred Hennings, dem Peter Harder die Ausstellung widmet, an seinem Schüler geschätzt: die grenzenlose künstlerische Neugier und die Freude an letztgültiger Präzision.

Erst spät fand Peter Harder zur Kunst. Der heute 73-jährige Maschinenbauer war 30 Jahre beruflich in der ganzen Welt unterwegs. Unglaublich viele schöne Dinge habe er gesehen, und darin liege der Ursprung seiner Kunst, berichtet Harder. Fasziniert habe ihn immer wieder, wenn die Dinge symbolisch aufgeladen gewesen seien wie in der japanischen Kunst, wenn Gestalt und Bedeutung einander ergänzten und bereicherten.

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Irgendwann wolle er diesen Erfahrungen einen eigenen Ausdruck verleihen, habe er sich immer wieder gesagt und intuitiv gewusst, dass die genaue Beobachtung das Fundament dafür sein werde.

Im Rahmen einer Kunsttherapie, einige Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben, zeigte sich Harders große Begabung sofort. Der Zufall sei ihm dann zu Hilfe gekommen, erzählt der Künstler. Die Volkshochschule Krumbach habe fälschlicherweise einen Kurs von Alfred Hennings ausgeschrieben, der schon ausgebucht gewesen sei. Hennings habe ihn äußert geschickt gefördert, indem er ihn einfach habe machen lassen, sich darauf beschränkte, ihn freundschaftlich zu begleiten, zu beraten, uneigennützig besondere Fertigkeiten an ihn weiterzugeben und in langen Gesprächen das Urteilsvermögen zu schärfen.

Kunst ist für Peter Harder zu einer Art von Lebenselixier geworden. 60, 80, 100 Stunden arbeitet er an einer Radierung oder Zeichnung auf Schabkarton. Insbesondere feinste Schattierungen sind extrem zeitaufwendig.

Bei der Darstellung eines Blumengestecks hatte es sich Harder zur Aufgabe gesetzt, jedes der rund 40 Blätter anders aussehen zu lassen. Vorlagen für seine Arbeiten findet Harder überall, bei japanischer Kunst, die ihn wegen ihrer filigranen Behandlung der Gegenstände besonders anzieht, aber auch Landschaftsaufnahmen oder Fotos in Zeitschriften reizen ihn. Oft sind es ausgefallene Motive wie die Glasfenster aus dem 14. Jahrhundert in der Kirche von Blumenstein in der Schweiz. (hli)

Die Ausstellung von Peter Harder ist von Sonntag, 11. Oktober, bis Samstag, 28. November, im Krumbad zu sehen. Vernissage ist am Sonntag, 11. Oktober, um 19 Uhr. Werkeinführung: Florian Arnold. Musik: Siegfried Arnold und Gabriele Fischer.

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