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Puppenspiel

18.10.2016

Käpten Knitterbart erobert die Herzen der Kinder

Andreas Kilger begeisterte sein Publikum in Krumbach mit seinem Figurentheater und den Abenteuern Käpten Knitterbarts.
Bild: Thomas Niedermair

Andreas Kilger begeistert im Rahmen des Literaturherbstes seine kleinen Zuschauer mit dem Figurentheater über ein Seeräuberabenteuer

Herzhafte Unterhaltung für die vielen Kinder, die sich in der Stadtbücherei eingefunden hatten, war beim Figurentheaterstück „Käpten Knitterbart“ garantiert. Im Rahmen des Literaturherbstes und der Kinderkulturtage entführte Andreas Kilger vom Holzheimer Theater KnuTh kleine und große Besucher auf fantasievolle Weise in jene Epoche, als Seeräuber die Weltmeere unsicher machten. Das Theater KnuTh – der Name steht für „Kilgers nutzloses unsinniges Theater“ – wurde von Andreas Kilger und seiner Frau Franka 2004 gegründet.

Als professionelles Figurentheater hat es zahlreiche Stücke für alle Altersgruppen im Angebot. Neben diversen Märchen und dem vom Kulturfonds Bayern bereits prämierten Stück „Zirkus Schardam“ zählt auch das sympathisch-unterhaltsame Abenteuer „Käpten Knitterbart“ (nach dem Buch von Cornelia Funke) zum Repertoire. Als „Der Rote Bill“ ließ Andreas Kilger, der in einer eindrucksvollen Ein-Mann-Show in alle Rollen schlüpfte, die erwartungsfrohen Kinder an unglaublichen Abenteuern teilhaben. Mit wenigen Utensilien, etwa einer Leiter, Seilen, einer Wanne und einem Überseekoffer, gelang es dem versierten Figurenspieler, die Geschichte vom berüchtigten Piraten-Käpten Knitterbart lebhaft zu erzählen. Dieser schafft es zwar, dem „Roten Bill“ auf einer Schatzinsel eine wertvolle Goldkiste abzujagen, indem er ihm eine Prise Schlafpulver in die Knoblauchsuppe kippt. Beim Fluchtversuch wird er dann aber samt Mannschaft und seinem Boot, der „Stinkenden Sardine“, von einem hungrigen Seeungeheuer erst geschluckt und dann – zur großen Freude der kleinen Zuschauer – als ungenießbar wieder ausgespuckt.

Der Schatz aber ist jetzt sowohl für Knitterbart als auch für den „Roten Bill“ unerreichbar. Dass dieses Stück in der ausverkauften Stadtbücherei sich als kurzweiliger Spaß erwies, lag vor allem am gekonnten Spiel von Andreas Kilger. Souverän wusste er an den einzelnen Hand- und Fingerpuppen zu überzeugen und erweckte schwäbelnde und andere Piraten stimmlich variabel zum Leben. Gestenreich und engagiert, singend und erzählend, ging er außerdem als „Roter Bill“ an Bord und bezog die Kinder an passenden Stellen immer wieder ins turbulente Geschehen ein.

Die mit Liebe zum Detail gestalteten Lederpuppen kamen bei den Kindern natürlich besonders gut an. „Unsere Figuren“, erzählte Andreas Kilger nach dem mit stürmischem Applaus bedachten Stück, „wurden von Vera Kniss in Baden-Baden hergestellt.“ Weil der Puppenspieler sich auch nach der Aufführung noch viel Zeit für sein kleines Publikum und dessen Fragen nahm, kann das Theater KnuTh nur gelobt werden – und zwar als „Kilgers nützliches unterhaltsames Theater“.

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