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Neuburg

19.01.2020

Neuburg will heimischen Dorfladen stärken

Der Dorfladen soll in Neuburg eine Zukunft haben. Die Markträte lehnten deshalb die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Neubau eines Lebensmittelmarktes (Edeka) ab.
Foto: Dieter Jehle

Plus Warum der Neuburger Marktrat die Pläne für einen neuen Edeka-Markt im Norden des Ortes ablehnt und wie es jetzt weitergeht.

Die Firma Konzeptbau GmbH kann ihre Pläne auf den Bau eines Lebensmittelmarktes in Neuburg ad acta legen. Edeka hätte sich dann dort eingemietet. Der Markt Neuburg wird den dafür benötigten Bebauungsplan nicht aufstellen. Mit dieser Entscheidung wollen die Markträte den örtlichen Dorfladen stärken und dem genossenschaftlich geführten Nahversorger eine Zukunft geben.

Die Entscheidung der Neuburger Ratsherren war letztendlich eine reine Formsache. Bereits im vergangenen Jahr wurde bei der Generalversammlung der Neuburger Dorfladen eG bekannt, dass der Markt Neuburg das Dorfladenanwesen gegenüber des Bahnhofs von dem ehemaligen Neuburger Bauunternehmer Franz Klimmer erworben hat (wir berichteten). Klare Verhältnisse forderte Anfang Dezember letzten Jahres die Firma Konzeptbau vom Markt Neuburg. Der Investor bekundete bereits im Juni 2017 Interesse am Bau eines Lebensmittelmarktes und stellte im September 2017 den Antrag, der Markt Neuburg möge den erforderlichen Bebauungsplan aufstellen. Jetzt wollte die Konzeptbau GmbH endgültig wissen, ob und wann sie im Kammelmarkt ihre Pläne umsetzen kann. Der Bauherr wollte am nördlichen Ortsausgang in Neuburg Richtung Langenhaslach im Anschluss zur Sporthalle der Christoph-Rodt-Schule ein Gebäude errichten. Geplant war ein Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 1200 Quadratmeter. Dort sollte sich dann Edeka einmieten.

Wie in der Sitzung bekannt wurde, zeigte die Neuburger Rathausverwaltung durchaus Interesse an einem Lebensmittelmarkt. Doch nicht an diesem Standort. „Nach mehreren Gesprächen und Suchen nach einem Alternativstandort sowie unter Berücksichtigung der Dorfladensituation konnte keine Lösung gefunden werden“, hieß es in der Sitzung.

Ein Zukunftskonzept für den Fortbetrieb

„Wir haben mit dem Kauf des Dorfladenanwesens die Absicht bekundet, den weiteren Betrieb des Nahversorgers zu unterstützen“, betonte Bürgermeister Rainer Schlögl. Zudem habe man in Zusammenarbeit mit dem Vorstand und Aufsichtsrat der Dorfladen eG ein zukunftsfähiges Konzept für den Fortbetrieb des Dorfladens erarbeitet. An einem Vollsortimenter wie Edeka habe man deshalb aktuell kein Interesse.

Für Markträtin Evelyn Zimbelmann war klar: „Wir müssen den Dorfladen retten“. Bernhard Sonner sprach sich ebenfalls gegen eine weitere Flächenversiegelung aus. „Ein Lebensmittelmarkt würde sich in Neuburg nicht halten können“, war er sich sicher.

Helmut Komm bedauerte, dass sich der Investor nicht auf einen zentrumsnäheren Standort eingelassen hat. „Wir würden uns das eigene Grab schaufeln, wenn wir jetzt die Ansiedlungspläne unterstützen“, betonte Ottmar Hösle.

Und Dr. Marion Schnarrenberger: „Die geplante Lage ist problematisch, zudem verbrauchen wir wertvolles Ackerland.“ Bürgermeister Rainer Schlögl erhielt den Auftrag, mit dem Grundstückseigentümer zu verhandeln, ob der Markt Neuburg die Fläche für andere Zwecke erwerben kann.

Nahversorgung: Das ist auch in Ziemetshausen derzeit ein großes Thema. Mehr Infos dazu finden Sie hier:

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