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Neuburg

22.11.2019

Neuburger Pfarrhof wird umfassend saniert

Eingerüstet und eingehüllt präsentiert sich der denkmalgeschützte Neuburger Pfarrhof. Er wird mit einem Kostenaufwand von rund 590000 Euro umfassend saniert.
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Eingerüstet und eingehüllt präsentiert sich der denkmalgeschützte Neuburger Pfarrhof. Er wird mit einem Kostenaufwand von rund 590000 Euro umfassend saniert.
Bild: Dieter Jehle

Wie die Planung für das markante Gebäude im Einzelnen aussieht und wann die Arbeiten abgeschlossen sind.

Kein Prunk, kein Schnickschnack, aber funktionell und hübsch soll es werden: das Neuburger Pfarrhaus. Das denkmalgeschützte Gebäude wird derzeit umfassend saniert. „Nein, goldene Wasserhähne wird es nicht geben“, sagt Pfarrer Michael Kinzl in Anspielung auf den skandalösen Umbau des Limburger Bischofssitzes durch den damaligen Bischof Franz-Peter Tebartz van Elst. Rund 590000 Euro sind für die Generalsanierung veranschlagt. Kinzl hofft, dass er Mitte nächsten Jahres die renovierten Räumlichkeiten beziehen kann.

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Dominant in prominenter Lage erhebt sich das nahezu quadratisch gebaute Hanghaus unterhalb der Pfarrkirche. Der Walmdachbau wurde um 1725 errichtet. Es gehört zu den ältesten Häusern in Neuburg und liegt am ältesten Straßenzug des Kammelmarktes. Wesentliches äußeres Merkmal ist der an der Südseite hervorspringende Gebäudeteil, der sich über die gesamte Südfassade zieht.

Dieser sogenannte Risalit dient im Inneren als Treppenhaus. Seit jeher war das Haus Heimat des Neuburger Ortsgeistlichen.

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Zuletzt lebte und wohnte hier fast 50 Jahre der im vergangenen Jahr verstorbene Neuburger Ehrenbürger und Pfarrer Karl Fritz. Um 1964 wurde das Pfarrhaus letztmals renoviert. Die Außenfassade erhielt vor zehn Jahren einen neuen Anstrich. Seit dem Tod von Karl Fritz steht das Gebäude leer. Eine Generalsanierung ist unumgänglich. Teilweise ziehen sich massive Risse durch das Gebäude. Mittlerweile sind die Handwerker in das Gebäude „eingezogen“, haben das Gebäude eingerüstet und verhüllt. Es geht zügig voran. „Im ersten Schritt wird der Dachstuhl ausgebessert“, so Pfarrer Kinzl. Die von Fäulnis befallenen Sparren werden saniert und der Dachstuhl mit neuen Platten bedeckt. Die oberste Geschossdecke unterhalb des Daches erhält eine Wärmedämmung.

Im Sanierungsplan stehen zudem neue Fenster mit Läden und die Umstellung der bisherigen Ölheizung auf Gas. Wo erforderlich, werden auch die Elektroleitungen auf den neuesten Stand gebracht. Im Prinzip erhält jeder Raum, angefangen von den sanitären Räumen bis hin zu den Wohnräumen, ein „neues Gesicht“. „Der Parkettboden wird abgeschliffen und der vorhandene Stuck erhalten“, so Kinzl.

Der offene Kamin im künftigen Wohnzimmer von Pfarrer Michael Kinzl im Neuburger Pfarrhof wird durch einen geschlossenen Kaminofen ersetzt.
Bild: Dieter Jehle

Der offene Kamin im bisherigen Wohnzimmer wird abgetragen und durch einen Kaminofen ersetzt. Die Fliesen im Eingangsbereich werden ausgetauscht. Die Außenfassade bekommt ebenfalls einen neuen Anstrich. Legt der Pfarrer auch selbst am Umbau Hand an? „Wenn ich Zeit habe schon, insbesondere kann ich es mir bei den Malerarbeiten vorstellen“, so Kinzl. Bauherr des Sanierungsprojektes ist die Pfarrpfründestiftung „Mariä Himmelfahrt“. Finanziell wird diese aber nicht belastet. Die Kosten trägt in vollem Umfang die Diözese. „Wir bemühen uns aber um Zuschüsse beim Markt, Landkreis, Bezirk und bei diversen Stiftungen“, so Kinzl.

Für die Inneneinrichtung hat der Geistliche finanziell selbst aufzukommen. Eine gewisse Vorfreude auf den Einzug im dann fast neuen Domizil verhehlt Kinzl nicht. Momentan wohnt er im Langenhaslacher Pfarrhof. Das Pfarrbüro kehrt nicht in das Pfarrhaus zurück. Es wird in der „alten Schule“, einem Nachbargebäude des Pfarrhofes, bleiben. In dem Gesamtprojekt ist auch die Sanierung der Garage, insbesondere das Abtragen der dortigen Eternitplatten, enthalten.

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