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Malerei

09.11.2018

Reise durch die Kunstgeschichte

Sigurd Rakel hat das der Farbe innewohnende Licht entdeckt, das er in seinen Bildern zum Leuchten bringt.
Bild: Gertrud Adlassnig

Welche Akzente Sigurd Rakel mit seinen neuen Bildern setzt

„Was die Schönheit sei, das weiß ich nicht“ (Dürer) „Aber diese Schönheit wird die Welt und meine Seele retten“ (Rakel). Sigurd Rakel bringt sich im Titel auf Augenhöhe mit Albrecht Dürer. Jetzt hatten die Besucher der Vernissage Gelegenheit, sich vom Maler selbst erläutern zu lassen, wie er den Titel seiner neuesten Bilderpräsentation verstehen will. Rakel hielt selbst die Einführung und nahm seine Gäste auf eine komprimierte Reise durch die Kunstgeschichte mit.

Er schlug den Bogen vom Renaissancekünstler Dürer und dessen Suche nach der Schönheit. Dürer habe zwar die Regelstrenge des Mittelalters durchbrochen, die Figur und Formen zerlegt, sei aber den Vitruvschen Vorgaben treu geblieben. Erst viel später habe die Bedeutung des Lichts Eingang gefunden in die Malerei. Etwa durch Georges de la Tour, dem lothringischen Barockmaler, der das imaginäre Licht ins Bild bringt. Die Impressionisten haben das Licht als atmosphärische Qualität betrachtet und die Formen im Licht zerlegt, sie darin aufgelöst, während die Kubisten mit dem analytischen Licht experimentierten. Gerhard Richters Kerze habe schließlich das realistische Licht im Bild erfasst. Er selbst habe das der Farbe innewohnende Licht entdeckt. Dazu müsse sowohl Form als auch Farbe stimmen, er habe sich auf eine Jahrzehnte dauernde Suche gemacht und sich nun, nach rund 50 Jahren dem Ziel angenähert. Die Beherrschung von Form, Farbe und Technik sind dabei unabdingbare Voraussetzung, um zur Trinität Auge-Seele-Reflexion zu kommen.

Doch letztendlich sollen seine Bilder Freude vermitteln, den Betrachter ansprechen, ihn regelrecht anspringen. In seinen Bildern sei die Welt in Ordnung und „wenn die Welt so wäre wie die Kunst, so wäre Friede.“ (adl)

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