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29.07.2010

Schüler schreiben Exkursionsführer

Das P-Seminar des Simpert-Kraemer-Gymnasiums "Geografischer Exkursionsführer Bodensee" auf der Insel Reichenau. Hier erklärt Gemüsebauer Franz Gut in einem seiner Gewächshäuser moderne Methoden des Gemüseanbaus. Foto: SKG
Bild: SKG

Krumbach Das P-Seminar Geografie des Simpert-Kraemer-Gymnasiums fuhr an den Bodensee. 14 Elftklässler verbrachten dort eine Woche. Sie hatten sich ein halbes Jahr auf die Fahrt vorbereitet, denn Ziel war es, einen "Geografischen Exkursionsführer" über den westlichen Bodenseeraum zu schreiben.

Ausgestattet mit Zelt und Fahrrädern campte man mit Lehrer Franz Wiedenmann in Konstanz und fuhr von dort verschiedenste geografische Ziele an.

Thema der Reise waren unter anderem Aspekte der Landwirtschaft, die zum Beispiel ausgiebig auf der Gemüseinsel Reichenau studiert wurden. Beim Winzerverein Meersburg bekamen die Schüler einen Einblick in den Weinanbau und die Weinherstellung.

Auch erdgeschichtlich ist der Bodenseeraum interessant. Aber wer kennt schon die Marienschlucht und den Teufelstisch, einen Steilabhang im Bodensee, der schon vielen Tauchern das Leben gekostet hat? Dorthin fuhren die Schüler mit dem Schiff, um anschließend im geologischen Lehrpfad Sipplingen durch die Schichten der Molasse steil hinaufzusteigen auf den Sipplinger Berg, wo eine Führung in der Bodenseewasserversorgung Sipplingen gebucht war. Im Bereich der Industriegeografie hat der Flugzeugbau am Bodensee eine lange Tradition. Darum besichtigten die Schüler den Überlinger Stollen, wo in einem riesigen unterirdischen Höhlensystem, das 1944 von KZ-Häftlingen in den Überlinger Molassefelsen getrieben wurde, Flugzeuge und Raketen hergestellt werden sollten.

Schüler schreiben Exkursionsführer

Satelliten werden montiert

Ein Höhepunkt der Exkursionswoche war eine Betriebsbesichtigung der EADS in Immenstaad, dem größten Flugzeugkonzern Europas, der unter anderem den Airbus und den Eurofighter herstellt. Im "Astrium"-Bereich des Betriebs konnten die Schüler zum Beispiel beobachten, wie namhafte europäische Satelliten zusammengebaut werden, die mit der Trägerrakete Ariane in die Erdumlaufbahn geschossen werden.

Am Ende der Woche hatten wohl alle Schüler verstanden, dass Geografie noch intensiver zu verstehen ist, wenn man nicht nur aus Büchern lernt, sondern vor Ort anschaulich geografische Sachverhalte erleben kann. (zg)

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