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Neuburg

20.01.2020

Sollen Neuburg und Langenhaslach „zusammenwachsen“?

Das bauliche Zusammenrücken der beiden Orte Neuburg und Langenhaslach lehnen die Planer des Regionalverbandes ab.
Foto: Dieter Jehle

Warum der Neuburger Marktrat und der Regionalverband Donau-Iller die Situation zwischen den Ortsteilen unterschiedlich bewerten.  

Der Regionalverband Donau-Iller schreibt derzeit den Regionalplan fort. Davon ist auch der Markt Neuburg betroffen. Begriffe wie Windkraft, Grünzäsur, regionale Grünzüge und interkommunales Gewerbegebiet stehen darin in Zusammenhang mit dem Kammelmarkt. Grundsätzlich zeigten sich die Markträte mit den Plänen einverstanden. Doch es gab auch einen Einwand.

Unter dem Fachkapitel „Regionale Freiraumstruktur“ sieht der Plan eine sogenannte „Grünzäsur“ zwischen Langenhaslach und Neuburg vor. Das heißt: Die Planer wollen zwischen den beiden Ortsteilen eine weitere bauliche Verbindung verhindern. Die Planer stellten fest, dass am Südrand von Langenhaslach entlang der Staatsstraße 2024 gewerbliche Bauflächen ausgewiesen und bebaut sind, die vom Siedlungsrand abgesetzt sind. „Eine weitere bauliche Entwicklung entlang der Straße würde ein bandartige Siedlungsentwicklung zur Folge haben und Langenhaslach langfristig mit Neuburg verbinden“, so der Wortlaut im Regionalplan. Ein Zusammenwachsen sei zu vermeiden.

Die Bedenken der Markträte

Gegen diese „Zäsur“ meldeten die Markträte Bedenken an. Die Markträte sehen in dieser „Zäsur“ die Entwicklung der Randbereiche beider Ortsteile eingeschränkt. Grundsätzlich wollen auch die Markträte kein bauliches Zusammenwachsen beider Ortsteile, doch an einer sinnvollen Randentwicklung festhalten. Die Randbereiche sollen kleinen Erweiterungen nicht verschlossen bleiben“, so die einstimmige Meinung im Marktrat.

Regionale Grünzüge, also zusammenhängende Biotope, sieht der Regionalplan entlang des Haselbaches zwischen Naichen und Langenhaslach und zwischen Edelstetten und Attenhausen vor.

Als mögliche Standorte für Windkraftanlagen werden der westliche Höhenrücken zwischen Halbertshofen und Erisweiler sowie eine Fläche nord-östlich von Edelstetten genannt. Zudem regen die Regionalplaner ein interkommunales Gewerbegebiet für Neuburg und Krumbach an. Konkret heißt es: „Das Mittelzentrum Krumbach verfügt über weiteren Bedarf an gewerblichen Flächen, für den jedoch keine Vorranggebiete festgelegt wurden, da geeignete große Flächenpotenziale fehlen.“ Vorgeschlagen werden Flächen in südlicher Fortsetzung des Industrie- und Gewerbegebietes in Neuburg Richtung Hirschfelden.

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