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Krumbach
22.09.2022

Mit dieser Motorradtour begann das Leben für Vater und Sohn noch einmal neu

Auf diesen Motorrädern fuhren Armin Thalhofer (links) und sein Sohn Marco durch Südamerika. In der Aula der Mittelschule berichteten sie von ihren Abenteuern.
Foto: Heinrich Lindenmayr

Was Armin und Marco Thalhofer aus Krumbach auf dem Motorrad durch Südamerika erlebten und wie es sie veränderte. Die Vater-Sohn-Reise ist als Buch erschienen.

Es wurde dunkel in der Aula der Mittelschule in Krumbach, wo 150 Besucher auf den Vortrag von Armin und Marco Thalhofer warteten, den Bericht über deren großes Motorradabenteuer. Man sah nichts mehr, Regengeprassel kam aus den Lautsprecherboxen, eine gefühlte kleine Ewigkeit lang. Eine technische Panne? Oder der Versuch, das Publikum vor diesem, jede normale Dimension sprengenden Reisebericht aus seinem Alltagstrott zu katapultieren, aus seinen Gewohnheiten und Bequemlichkeiten? Es folgten die Töne eines Herzschlags aus den Boxen. Eine Stimme las einen Text über die Kürze des Lebens, einen aufrüttelnden Aufruf, im Leben das Wesentliche zu suchen. Der Text endete mit einer schönen Paradoxie: Jeder Mensch habe zwei Leben. Das zweite Leben beginne, wenn er verstanden habe, dass es nur ein Leben gibt.

Zwei Stunden später, zum Finale des Vortragabends, setzte Armin Thalhofer nach. Er wiederholte diese zupackenden Lebensfragen, forderte dazu auf, mit gnadenloser Strenge das eigene Leben auf den Prüfstand zu stellen und das Leben als Abenteuer zu wagen. Wieder begleitete das Herzpochen die gesprochenen Worte. Am Ende ertönte der Dauerpiepton: Herzstillstand, Exitus. Wer es davor nicht schafft, sein Leben zu ändern, hat seine einzige Chance verpasst.

Es war dieser Rahmen, der dem Vortrag das gewisse Etwas verlieh, ergänzt um Armin Thalhofers emotional stark berührende Reflexion über seine Vater-Sohn-Beziehung an der Südspitze von Südamerika, an einem Ort, der den Namen "Ende der Welt" trägt. Das gigantische Motorradabenteuer war also nicht allein eine Abfolge von verrückten Erfahrungen, von Glücksmomenten, Grenzsituationen und Beschwernissen. Es hat Vater und Sohn im Innersten umgekrempelt. Und gerade diese unglaubliche Erschütterung wollten die beiden Referenten dem Publikum als Impuls mit auf den Weg geben zurück in die Normalität.

Naturwunder in der Weite Südamerikas beeindruckten die Reisenden

In diesem gleichsam philosophischen Rahmen war das Erwartbare eingespannt. Erwartbar war, was hier an Erzählungen, Dialogen, Fotos und kurzen Filmsequenzen geboten war. Und dennoch dürfte wohl kaum einer der Besucher nicht überrascht und gepackt gewesen sein: von der Fülle, von der Dramatik, von der Schönheit der Bilder. Unendliche Weiten, erhabene Bergwelten, Berge, die aus dem Meer wachsen, gigantische Wasserfälle, riesige Gletscher und Vulkane, Berge in allen Farben schillernd, eine Großstadt auf über 4000 Metern Meereshöhe, Naturwunder über Naturwunder, exotische Tiere zum Greifen nah.

Armin Thalhofer war unmittelbar vor dieser Reise allein auf dem Motorrad ein halbes Jahr durch Afrika gefahren, bevor er von Kapstadt nach Buenos Aires übersetzte, wo er sich mit Sohn Marco traf. 28 Länder habe er durchquert, erklärte Armin Thalhofer gegen Ende des Vortrags. Er habe fast ausschließlich freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen und könne aufgrund seiner Erfahrungen das Gros der gängigen Vorurteile widerlegen. Das eigentliche Hindernis, das ihn zwang, die Reise, die er nach Nordamerika habe fortsetzen wollen, abzubrechen, das sei Corona gewesen. Der Pandemie aber und dem von ihr verursachten Stillstand sei es zu verdanken, dass er und Marco einen Reisebericht in Buchform verfassen konnten. Sie hätten das ins Blaue hinein getan, denn die Verlage, bei denen sie angeklopft hätten, zeigten kein Interesse. Als der Text fast fertig gewesen sei, hätte sich "National Geographic" gemeldet. Dass man den Reisebericht bei einer so renommierte Adresse habe veröffentlichen können, das empfindet Armin Thalhofer als eine Art von Ritterschlag.

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Info: Ihren Vortrag "Irgendwann ist irgendwann zu spät" wiederholen Armin und Marco Thalhofer am 26. Oktober um 20 Uhr im Bii-GZ Kino in Günzburg.

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