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29.10.2018

„Bauernopfer“ in Dessau?

Das Bauhaus Dessau kommt nach der Absage des Konzerts der Punkband Feine Sahne Fischfilet nicht aus den Schlagzeilen. Nun sorgt die Freistellung der Pressesprecherin Helga Huskamp für Diskussionen. In ihr sieht die Grünen-Politikerin Cornelia Lüddemann, die für das Land Sachsen-Anhalt im Stiftungsrat des Bauhauses Dessau sitzt, „ein Bauernopfer“.

„Ohne ihr zu nahe treten zu wollen: die Pressesprecherin ist die dritte Reihe“, erklärte die Landtagsfraktionschefin am Wochenende. Im Kern gehe es um die Entscheidung über die Absage auf der Bauhausbühne, und die habe die Direktorin Claudia Perren nach einer Beratung mit Kulturminister Rainer Robra (CDU) getroffen.

Unterdessen hat sich Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mit deutlichen Worten zur Entscheidung des Bauhauses geäußert, die Band nicht auf der historischen Bauhausbühne auftreten zu lassen. „Wenn man das aufgibt, was das Bauhaus ausmacht, damit die Tapete heile bleibt, dann hat man die Idee verraten.“ Der Politiker sieht angesichts des zunehmenden Drucks von Rechts die Kultureinrichtungen in der Pflicht, Rückgrat zu zeigen.

Feine Sahne Fischfilet wird nun am 6. November in der Alten Brauerei in Dessau auftreten. (dpa)

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