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Der Berliner Sänger Peter Fox in Kempten

08.03.2009

Der Stadtaffe live

Die Bühnenshow von Peter Fox ist eine Wucht. Sie ist so mitreißend, weil Peter Fox einfach wieder die Musik ins Zentrum stellt. In seinem Fall eine faszinierende Mischung aus Hip-Hop, Rhythm & Blues und Reggae, angereichert mit viel Spaß und einer guten Portion Ironie. Von Klaus-Peter Mayr

Kempten Die Bühnenshow von Peter Fox ist eine Wucht. Nicht weil der Sänger aus Berlin-Kreuzberg für seine aktuelle Tournee eine ausgefeilte Video- und Lichtshow erfunden und alles bis ins Letzte durchgestylt hat. Sie ist so mitreißend, weil sie das Gegenteil von dem ist, was man oft in Deutschlands Rock-Pop-Hallen präsentiert bekommt: Peter Fox stellt einfach wieder die Musik ins Zentrum, in seinem Fall eine faszinierende Mischung aus Hip-Hop, Rhythm & Blues und Reggae, angereichert mit viel Spaß und einer guten Portion Ironie.

Für seine Tournee hat Peter Fox eine Band zusammengestellt, deren Sound in Bauch und Beine fährt. Ein druckvoller Keller-Bass, ein klarer und doch komplexer Rhythmus, zwei Klang-Alchimisten an den Keyboards und ein stimmgewaltiges Backgroundtrio versetzen die 6 500 Besucher in der Big Box Allgäu vom ersten Stück an in Bewegung.

Ein als Affe Verkleideter hüpft wie ein Hofnarr über die Bühne. Und dann marschieren noch vier Afroamerikaner in grauen Anzügen und Krawatte auf, die Cold Steel Drummers aus North Carolina/USA. Sie bearbeiten die Trommeln vor ihren Bäuchen nicht nur virtuos, sondern treiben, fein choreografiert, noch jede Menge Späßchen.

Der Stadtaffe live

Trotzdem geht es um Berlin. Peter Fox, der im richtigen Leben Pierre Baigorry heißt, erzählt - mal rappend, mal singend - von seinem Leben in dieser Stadt. Von seinen Gefühlen und Träumen, von seinem Hader und seiner Lust. "Stadtaffe" hat Fox dieses Projekt getauft.

Poetisch-surreale Hip-Hop-Songs

Vor zwei Jahren begab sich der Sänger der Reggae- und Dancehallband Seeed auf Solopfade, schrieb zwölf poetisch-surreale Hip-Hop-Songs und baute klassische Klänge des Babelsberger Filmorchesters in die Aufnahmen ein. Die CD schlug ein wie eine Bombe. Selten hat ein deutscher Rapper Melodien, Rhythmen und Texte auf solch faszinierende Weise verquickt wie Peter Fox. Die Songs des 38-Jährigen treffen den Nerv jeder Altersschichten. In der Big Box feierten sie nicht nur ihn, sondern auch die Band, besonders die Cold Steel Drummers.

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