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17.01.2019

"Glass" im Kino: Es wird immer zu dick aufgetragen

James McAvoy als Kevin Wendell in einer Szene des Films "Glass".
Bild: Jessica Kourkounis, Walt Disney Studios, dpa

"Glass" könnte ein Psychothriller mit drei tollen Schauspielern sein, doch er trägt zu dick auf. Was die Zuschauer in M. Night Shyamalans Film erwartet.

Regisseur und Drehbuchautor M. Night Shyamalan ist seit seinem Blockbuster „The Sixth Sense“ (1999) der Experte für das Übernatürliche. Je rätselhafter eine Geschichte anmutet, umso besser. In Shyamalans neuem, wieder hochkarätig besetztem Psycho-Thriller „Glass“ gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Da ist zunächst der „unverletzliche“ David Dunn, gespielt von Bruce Willis, und sein Gegenpart, der dämonisch-geniale, fragile Glasknochenmann Elijah Price (Samuel L. Jackson); die beiden Protagonisten aus „Unbreakable“. Dazu kommt noch der Psychopath Kevin Wendell Crumb (James McAvoy), der bereits in „Split“ für Angst und Schrecken gesorgt hat.

"Glass": Fortsetzung zu M. Night Shyamalans "Unbreakable" und "Split"

Kevin leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung, verwandelt sich blitzschnell in eine andere Person, und eine davon ist das „Biest“. Zu Beginn von „Glass“ hat Kevin wiederum mehrere Mädchen gefangen genommen. Aber der wortkarge Security-Mann David Dunn ist dem Wahnsinnigen bereits auf der Spur. Als er die Mädchen aus einem verlassenen Fabrikgebäude befreit, wird er zusammen mit Kevin von der Polizei in eine psychiatrische Klinik gebracht, die wie ein Hochsicherheitsgefängnis ausgestattet ist.

Dort wartet schon der hochintelligente Elijah Price auf die beiden. Die dubiose Psychotherapeutin Dr. Ellie Staple (Sarah Paulson) möchte ihre drei Patienten davon überzeugen, dass sie sich ihre übernatürlichen Kräfte nur einbilden. Eine fatale Einschätzung. Mit drei schillernden Protagonisten verpasst der Film die Chance, wirklich profunde Charakterstudien aus dem Grenzbereich zwischen Genie und Wahnsinn zu entwerfen. Auch die leisen Töne kommen zu kurz. „Glass“ ist leider wenig subtil, es wird immer zu dick aufgetragen. Da kann ein grandioser Darsteller wie Samuel L. Jackson auch nicht viel ausrichten. (dpa)

Wertung: 2 / 5

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