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Cannes

25.05.2019

Goldene Palme für Gesellschaftskritik aus Südkorea

Einer der begehrtesten Filmpreise der Welt: die Goldene Palme.
Bild: Sebastien Nogier/EPA, dpa

Der diesjährige Gewinner beim Filmfest Cannes ist ein vielschichtiges Werk aus Asien. Zwei Auszeichnungen gibt es für deutsche Koproduktionen.

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes geht an den gesellschaftskritischen Thriller "Parasite" des Südkoreaners Bong Joon-ho. Das gab die Jury am Samstagabend bekannt. Es ist die erste Goldene Palme für Südkorea.

Der 49-Jährige erzählt in dem Werk von einer Familie, die in prekären Verhältnissen lebt. Die Eltern sind arbeitslos. Dann aber bekommt der erwachsene Sohn die Chance, bei einer wohlhabenden Familie zu arbeiten. Gemeinsam mit seinen Eltern und der Schwester räumt er nach und nach die anderen Hausangestellten aus dem Weg.

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging in diesem Jahr an "Atlantics" der Regisseurin Mati Diop. In dem märchenhaften Drama erzählt die Französin eine tragische Liebesgeschichte im Senegal.

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Deutsche Koproduktion "It must be heaven" lobend erwähnt

Als bester Schauspieler wurde der Spanier Antonio Banderas geehrt. Der 58-Jährige spielt in "Dolor y Gloria" von Pedro Almodóvar einen schwulen Regisseur, der auf sein Leben zurückblickt. Beste Schauspielerin wurde die Britin Emily Beecham. Die 35-Jährige verkörpert in "Little Joe" der Österreicherin Jessica Hausner eine Wissenschaftlerin, die eine genmanipulierte Pflanze entwickelt. "Little Joe" ist eine deutsche Koproduktion.

Der Preis der Jury wurde zwei Mal vergeben: Er ging zu gleichen Teilen an das Sozialdrama "Les Misérables" des jungen Franzosen Ladj Ly sowie an die Gesellschaftssatire "Bacurau" der Brasilianer Kleber Mendonça Filho und Juliano Dornelles.

Für die beste Regie wurden die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne für ihr Drama "Le jeune Ahmed" ausgezeichnet. Die Ehrung für das beste Drehbuch ging an die Französin Céline Sciamma für das lesbische Liebesdrama "Portrait of a lady on fire". Eine lobende Erwähnung der Jury gab es für die deutsche Koproduktion "It must be heaven" des Palästinensers Elia Suleiman. (dpa)

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