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Auftakt in Kaufering

05.09.2016

Die Bewerbung tippte er auf der Schreibmaschine

Beim Volksfestgottesdienst in der Lechauhalle sprach Kauferings neuer Pfarrer Helmut Friedl erstmals zu seiner Gemeinde.
Bild: Romi Löbhard

Der neue Kauferinger Pfarrer stellte sich gestern der Gemeinde vor. Dabei hatte er zuvor schon einiges „Dienstliche“ erledigt.

„Es ist doch ein schöner Anfang, dass unser Volksfest mit einem Gottesdienst startet, und auch für mich ist diese Feier ein schöner Beginn.“ Beim Volksfestgottesdienst in der Lechauhalle mit Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine und unzähligen Ministranten konnten die Kauferinger erstmals ihren neuen Pfarrer Helmut Friedl erleben. Allerdings hatte der Geistliche da bereits etliches „Dienstliche“ erledigt, wie er bei der Feier fröhlich berichtete.

„Ich bin gestern um 14 Uhr hier angekommen, um 15 Uhr habe ich bereits einen kleinen Erdenbürger getauft und um 19 Uhr Gottesdienst in Maria Himmelfahrt gehalten. Und heute habe ich vor dem Gottesdienst hier bei den Kollegen der evangelischen Paulusgemeinde meinen Antrittsbesuch gemacht.“

Zu Beginn der vom Musikverein Kaufering musikalisch umrahmten Messfeier in der überfüllten Lechauhalle hatte Dr. Ulla Martin von der Kirchenverwaltung der Pfarrei Maria Himmelfahrt davon gesprochen, dass beide Seiten Gewohntes verlassen müssten. Pfarrer Helmut Friedl müsse seinen Wirkungskreis, an dem er fast ein Vierteljahrhundert tätig war, verlassen. „Und wir hier in Kaufering haben jetzt nur noch einen Pfarrer.“ Das bedeute für beide Seiten eine große Arbeitsbelastung, und es sei mehr Beweglichkeit verlangt. „Dafür wünschen wir uns Gottes Segen“, so Martin.

Die Bewerbung tippte er auf der Schreibmaschine

Richtig Sehnsucht nach der neuen Gemeinde verspürt

Das mit dem „müssen“ wollte Pfarrer Friedl so nicht stehen lassen. „Ich wollte wechseln“, erklärte er und widersprach damit seiner Vorrednerin, „ich bin gern gekommen und ich freue mich, dass ich da bin.“ Die ganze vergangene Woche habe er bereits richtig Sehnsucht verspürt nach seiner neuen Gemeinde. Die Wechselgedanken habe er seit einigen Jahren bereits mit sich herumgetragen, sagte der Pfarrer. Einer Pfarrei tue es gut, wenn Personal wechselt und frische Ideen mitbringt. Als er dann im Amtsblatt der Diözese von der frei werdenden Pfarrstelle in Kaufering gelesen habe, „da habe ich mich an die Schreibmaschine gesetzt – jawohl, ich schreibe noch so“, fügte der Geistliche schmunzelnd an, „und meine Bewerbung getippt.“ Der Rest ist bekannt ...

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