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Dießem

20.04.2019

Die Blütenleuchten erhellen wieder den Schacky-Park in Dießen

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2 Bilder
Neue und restaurierte Blütenleuchten sollen den Schacky-Park erhellen. 
Bild: Julian Leitenstorfer

Der Lampen werden wieder im Schacky-Park in Dießen aufgestellt. Der Förderkreis findet Überreste einer Plastik aus Gussstein. Jetzt wird deren Herkunft geklärt.

Der Förderkreis Schacky-Park hat einen neuen Gott ausgegraben. Die Überreste der Gussstein-Plastik sind allerdings noch keiner mythologischen Gottheit mit Bestimmtheit zuzuschreiben. Womöglich handelt es sich um eine ehemals gegenüber der Diana-Statue aufgestellte Figur. Der Förderkreis wird aber auch dieses Kleinod mit viel Engagement und Expertise für die Nachwelt erhalten.

Erwähnt wurde bei der jüngsten Jahresversammlung auch, dass seit Kurzem die geleistete „geistige Arbeit“ in Förderanträgen Berücksichtigung findet. So geschehen für die Erstellung des „Parkpflegewerks“, laut Förderkreisvorsitzender Christine Reichert „unser Vermächtnis an die kommenden Generationen“. In dem Werk sind alle vorgenommenen Arbeiten dokumentiert. Sowohl aus dem Bereich Landschaftspflege des Naturdenkmals Schacky-Park wie auch hinsichtlich der Sanierung der baulichen Einbringungen und Wege sowie der technischen Besonderheiten der schon zu Schackys Lebzeiten gestalteten Elektrifizierung des Parks, wurde genauestens dokumentiert. Eine solch umfangreiche Darlegung verursache ungeheuren Aufwand und insofern sei die Förderung in Höhe von rund 14.500 Euro (Lea-der-Zuschuss) für die 40.000 Euro an Gesamtkosten sehr hilfreich.

2000 Bäume neu gepflanzt

Aber auch in Sachen Parkpflege gab es einiges zu berichten: „Die Umgestaltung der südlichen Waldteile, die früher wie eine grüne Wand vor dem Alpenblick stand“, so Christine Reichert weiter, ging nicht zuletzt aufgrund tatkräftiger Mitarbeit des Borkenkäfers vonstatten. Nun kann der Wald in einen Parkwald umgestaltet werden, wobei verschiedenste Aspekte wie Klimawandel, Pflanzengesellschaften, Sichtachsen, aber auch die Bodenbeschaffenheit sorgfältig zu beachten sind. Nachdem die „Käferbäume“ gefällt, die Sturmschäden beseitigt, Wildzäune aufgestellt und die Wege gepflegt worden waren, wurden in diesem Parkbereich 2000 Bäume neu gepflanzt. Jeder dieser Bäume braucht in den kommenden Jahren intensive Pflege. Nicht zuletzt deshalb bat Christine Reichert die Mitglieder mehrmals darum, „tatkräftige, g´schtandne Helfer“ zu werben, die das begonnene Werk „mit Freude in die Zukunft tragen.“

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Einige der von Baron Schacky gestalteten Blütenleuchten sollen in diesem Jahr wieder in Betrieb genommen werden: Zwölf teils restaurierte, teils neu hergestellte Lampen werden am Wegekreuz des Parks erstrahlen. (LT berichtete) Auch dafür stammen 40 Prozent der auf 12050 Euro veranschlagten Aufwendungen aus Geldern des Leader-Programms. Der schmiedeeiserne Zaun des Parks wird fertiggestellt werden und das Eingangstor neben der Villa Diana restauriert.

So wurden die Lampen restauriert: Hier wird am neuen Glanz für den Schacky-Park gearbeitet

Neue Beschilderung im Gespräch

Die anstehende Dammsanierung wird jedoch die neue Wegeführung sowie die Inbetriebnahme der Fontäne im Teich ins nächste Jahr verschieben. Eine neue Beschilderung ist im Gespräch, ebenso wie zirbelnussähnliche Aufsätze für die Betonsäulen im Zaun. Die hölzerne „Rialto-Brücke“ auf dem Weg zum Teehaus wird erneuert, zudem ist ein neuer Werkzeugschuppen, der den bisher verwendeten Container ersetzen soll, in Planung. Ein sechs auf acht Meter großer Holzstadel, dem auch das WC angegliedert werden soll, könnte dann neben dem „Maulaufreißer“ des Reit- und Fahrvereins entstehen. Die dazu nötigen Genehmigungen werden derzeit eingeholt.

Eine von den Park-Eigentümern, den Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul (Mutterhaus Augsburg) gemachte „Gabe“ von zwei steinernen Darstellungen der Köpfe von Homer und Perikles sorgt derzeit für Aufregung im Förderkreis. Denn nach der Entdeckung einer Reihe von Fundamenten im Park wird die Annahme eines von Schacky angelegten Philosophenwegs wahrscheinlich. Jede Woche einmal kann man nun auch das Entenhaus als Anlaufstelle nutzen, denn ab sofort wird dieses immer freitags zwischen 15 und 18 geöffnet sein. Eine Bewirtung wird es nicht geben, doch als Picknickstelle steht das romantische Holzhaus offen.

Vom Ministerpräsidenten eingeladen

Zwei der tüchtigsten Säulen des Förderkreises, Peter Kaun sen., der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, sowie der 92-jährige Emil Schmitt wurden für ihr verdienstvolles Ehrenamt von staatlicher Seite geehrt: Ministerpräsident Söder lud Peter Kaun sen. nach München ein, während Emil Schmitt im Mai als „Stiller Held“ geehrt wird, eine Auszeichnung des Landkreises, der Sparkasse Landsberg-Dießen und des Landsberger Tagblatts.

Aktion Als nächste Aktion wird es am Ostersonntag, 21. April, eine Ostereiersuche im Park geben: Ab 14 Uhr sind alle Kinder eingeladen, die bunten Eier im weitläufigen Gelände zu suchen.

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