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04.07.2010

Eine besondere Perle

"Bilder einer Ausstellung" getanzt von den Eleven der Ballettschule Klein: Die Tänzerinnen begeisterten mit Anmut und ihrem Können. Fotos: Thorsten Jordan

Landsberg Die Landsberger Sommermusiken sind eine besondere Perle im Festival-Kalender der Stadt am Lech. Beim Eröffnungskonzert zur zwölften Ausgabe dieses herausragenden Kammermusikereignisses am vergangenen Freitag in der Aula der Berufsschule - wegen des großen Andranges wechselte das Ensemble der Sommermusiken zum ersten Mal von der traditionellen Spielstätte des Auftaktabends, dem Festsaal des historischen Rathauses, dorthin - wurde das wieder ganz deutlich.

Musiker von Weltrang, die meisten von ihnen Mitglieder der Berliner Philharmoniker, spielen in einer nahezu ungezwungenen und, fast möchte man sagen, familiären Atmosphäre ungewöhnliche Werke.

Clemens Weigel, Cellist des Ensembles und, wie in den vergangenen Jahren auch, angenehmer Moderator des Abends, brachte es auf den Punkt: Das Experiment, meinte er, trotz wenig oder nahezu unbekannter Namen auf dem Programm, das Haus zu füllen, ist gelungen. Mit Bravorufen und begeistertem Beifall dankte das Publikum den Künstlern. Werke von Komponisten wie Dirk-Michael Kirsch, 1965 auf der Insel Sylt geboren, oder der beiden Franzosen Albert Roussel und Vicent d'Indy, beides Zeitgenossen, gehören in der Tat nicht gerade zu den Publikumsrennern. Selbst ein selten gespielter Francis Poulenc ragt da schon hervor.

Reizvolles Arrangement

Eine besondere Perle

Der einzige, wohl den meisten vertraute Name, war an diesem Abend George Gershwin. Seinen "Amerikaner in Paris" bot das Ensemble der Sommermusiken in einem überaus reizvollen Arrangement von Wolfgang Renz als Abschlussstück dar. Richtiger Swing durchfuhr da die Musiker.

Das Septett für Oboe (Christoph Hartmann), Fagott (Mor Biron), zwei Violinen (Christoph von der Nahmer und Cornelia Gartemann), Viola (Martin von der Nahmer), Violoncello (Clemens Weigel) und Kontrabass (Ulrich Wolff) von Kirsch brachte frischen Wind in die Aula. Die klassischen Hörgewohnheiten wurden bei dieser Uraufführung aufgebrochen, die Instrumente kamen in ein ungewohntes Gespräch, Melodielinien wurden angerissen, "kaleidoskopartig" geordnet, wie der Komponist selbst sagt, und dabei in kleinste Motive zerteilt.

Ein spritziges Stück

Die beiden Stücke von Albert Roussel, das Divertissement für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier aus opus Nr. 6, und sein Trio für Flöte, Viola und Violoncello aus opus Nr. 40 waren da wesentlich konventioneller und erinnerten tatsächlich an einen impressionistischen Kompositionsstil, wie es zu Recht in dem höchst instruktiven Programmheft heißt. Nach einem schweren Beginn löste sich das Trio für Oboe, Fagott und Klavier von Francis Poulenc in ein überraschend spritziges Stück auf, das insbesondere durch die irrwitzigen schnellen, gemeinsamen Läufe der beiden Bläser, Christoph Hartmann und Mor Biron, begleitet am Klavier von der souveränen Angela Gassenhuber, charakterisiert war.

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