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Gewerbe

28.02.2015

Im Norden wird es wieder grün

Die Flächen vor dem Gewerbegebiet an der Geltendorfer Straße bleiben Grünland: Der Flächennutzungsplan wird dahingehend geändert, dass die bislang beabsichtigte Erweiterungsfläche für das Gewerbe gestrichen wird.
Bild: Julian Leitenstorfer

Erweiterung an der Geltendorfer Straße komplett abgeblasen

Wiese und Feld statt Hochregallager: Nach dem Bürgervotum gegen einen Neubau des Hygieneartikel-Handelsunternehmens Franz Mensch hat jetzt der Eresinger Gemeinderat den Rückwärtsgang in Sachen Gewerbegebiet eingelegt. In der jüngsten Sitzung wurde beschlossen, das Gewerbegebiet an der Geltendorfer Straße nicht mehr nach Norden zu erweitern. Der Flächennutzungsplan soll entsprechend geändert werden. Statt einer Gewerbefläche soll jetzt wieder eine Fläche für die Landwirtschaft dargestellt werden.

Damit wird nicht nur die zuletzt vor dem Bürgerentscheid vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossene große Erweiterung des Gewerbegebiets um rund sieben Hektar rückgängig gemacht. Auch die im wirksamen Flächennutzungsplan vorgesehene Erweiterungsfläche von rund vier Hektar wird gestrichen, verdeutlichte Verwaltungschef Herbert Riess gegenüber dem Landsberger Tagblatt. Was im Flächennutzungsplan noch an Erweiterungsmöglichkeit für das Gewerbegebiet verbleiben soll, ist ein Streifen an der Westseite.

Dass die komplette Norderweiterung nun passé ist, begründet Riess damit, dass auch schon die ursprüngliche Fläche von vier Hektar speziell auf die Expansionsabsichten der Firma Franz Mensch ausgerichtet gewesen sei. Mit dem Nein des Bürgerentscheids sei damit eine Norderweiterung generell hinfällig. Für die Ansiedlung kleinerer Handwerksbetriebe wäre diese Fläche seiner Einschätzung nach zu groß.

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In der Gemeinderatssitzung artikulierte dann aber Philipp Leichtle (Umweltfreundliche Bürger), dass er der Streichung der gesamten Erweiterungsfläche „nur mit Bauchschmerzen“ zustimmen könne, „weil ja auch die dem Sozialtherapeutischen Netzwerk zugedachte Fläche mit enthalten ist“.

Er verspüre keine Bauchschmerzen, erklärte hingegen Bürgermeister Josef Loy: Schließlich folge der Beschluss dem Bürgerwillen, denn die Eresinger hätten sich beim Bürgerentscheid doch mit großer Mehrheit gegen die Erweiterung ausgesprochen. Loy erklärte aber auch, dass die Gemeinde alles daransetzen werde, um für diese Einrichtung eine Lösung zu finden.

Ganz im Sinne der Flächennutzungsplanänderung beschloss der Gemeinderat auch, was mit den gemeindlichen Grundstücken in diesem Gebiet passieren soll. Das Gremium sprach sich einstimmig dafür aus, das Grünland und den Acker ortsüblich zur landwirtschaftlichen Verpachtung auszuschreiben. Es geht insgesamt um eine Nutzfläche von gut sechs Hektar. (löbh/ger)

Die Diskussion ist geschlossen.

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