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Utting

15.10.2019

Jugendhaus Utting: Die Jungen wollen nicht ewig warten

Simon Hafner setzt sich für die Uttinger Jugend ein.
Bild: Dagmar Kübler

Plus Das Jugendhaus in Utting soll abgerissen und ein neues gebaut werden. Aber wie? Ein Vorschlag von Simon Hafner kommt im Gemeinderat nicht bei allen gut an.

Die Gemeinde Utting ist grundsätzlich für ein Jugendhaus, allerdings tut sie sich mit der Umsetzung des Projekts seit Jahren schwer. Jetzt wurde die Verwaltung vom Gemeinderat beauftragt, ein geeignetes Grundstück zu suchen. Erneuter Anlass für diese Entscheidung war ein Vorstoß der Jungen Union Ammersee-West, der Signale und Wünsche zu äußern einfach nicht mehr ausreichte. Damit konkret etwas passiert, stellte Simon Hafner einen entsprechenden Antrag an die Gemeinde.

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Immer wieder Signale gesendet

Seitdem das alte Jugendhaus in Utting in der Dyckerhoffstraße geschlossen und abgerissen wurde, gab es immer wieder Signale vonseiten der örtlichen Jugend, die sich unbedingt einen neuen Jugendtreffpunkt wünscht. Zuletzt machte sie dies auf einer Veranstaltung im Sommer deutlich.

Der Jungen Union-Ammersee-Westufer war das aber einfach nicht mehr genug. Der 21-jährige Hafner sieht sich selbst zwar nicht mehr in der Altersgruppe derer, die ein Jugendhaus besuchen. Dennoch erklärte er sich bereit, für das Projekt starkmachen zu wollen, wie er dem LT sagte. Die Jugend brauche endlich wieder einen Ort, um sich ungezwungen zu treffen und zu feiern, in Selbstverwaltung und gegebenenfalls mit Begleitung durch eine pädagogische Fachkraft, formulierte er in seinem Antrag.

Jugendhaus Utting: Die Jungen wollen nicht ewig warten

Einen Standort für vier Container vorschlagen

Er schlug auch gleich ganz konkret eine Containerlösung in einer Testphase vor, um die Kosten gering zu halten und auf der Zeitachse schneller voranzukommen. Der Gemeinderat solle abstimmen, ob ein provisorisches Jugendhaus gewünscht sei. Die Verwaltung solle einen Standort für vier Container, einer davon mit sanitären Anlagen, vorschlagen, an dem Strom-, Wasser- und Abwasseranschlüsse möglich seien und alle rechtlichen Vorschriften erfüllt wären. Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) machte deutlich, dass ein Provisorium nur innerhalb Uttings möglich wäre, in einem Leerstand oder aber auf einer Fläche, für die es bereits einen Bebauungsplan gibt. Auch Ralf Stief (CSU) sprach sich für den Antrag aus: „Anhand eines Provisoriums kann man erkennen, wie groß das Interesse der Jugend tatsächlich ist. Will sie ein Jugendhaus betreiben oder nur will sie nur eine Feierstätte?“ Helmut Schiller (SPD) sagte, es gehöre grundsätzlich zur Pflicht einer Gemeinde, Jugendräume zu schaffen. Damit das Provisorium aber auch ein solches bleibe, solle die Gemeinde weiter nach geeigneten Räumen für eine dauerhafte Lösung suchen.

Ein Appell an die Jugend

Für einen überfälligen Anstoß hielt Peter Noll (GAL) den Antrag. Der Gemeinderat müsse jedoch vorab entscheiden, für welche Altersgruppe ein Jugendhaus entstehen und wie die Betreuung geregelt werden solle. „Die Jugend altert schneller als wir Alten, sie kann nicht ewig warten“, machte Noll die Dringlichkeit deutlich. Patrick Schneider (GAL) sandte einen Appell an die Jugend, sich im Jugendhaus dann auch zu engagieren: „Wir können es ihr nicht einfach nur vor die Nase stellen.“

Fazit der langen Debatte: Der Gemeinderat sprach sich einstimmig und grundsätzlich für ein Jugendhaus aus. Die Verwaltung wurde beauftragt, nach einem geeigneten, etwa 400 Quadratmeter großen Grundstück zu suchen, das im Eigentum der Gemeinde ist und für das Baurecht besteht.

Simon Hafner, der Antragsteller, zeigte sich nach dem Beschluss zufrieden. Er selbst sei als Jugendlicher lieber ins nahe Schondorfer Jugendhaus gegangen, schon alleine, weil es ideal mit der Bahn zu erreichen war. Das frühere Uttinger Jugendhaus dagegen habe er kaum besucht. Es sei damals schon heruntergekommen gewesen und besetzt von weitaus älteren Jugendlichen, die eigentlich aus einem Jugendhausalter längst herausgewachsen waren.

Lesen Sie dazu auch: Auf ein neues Haus muss die Jugend warten

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