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Theaterspiel

02.07.2016

Kasperl und Seppl fangen den Räuber

Kasperl (Magnus Knoller) und Seppl (Valentin Schreiber) gehen im Heinrichshofer Bergwirtstadel auf Räuberfang.
Bild: Maria Wölzmüller

Die Kulturinitiative Egling-Huaschof-Intakt inszeniert den „Räuber Hotzenplotz“

In 55 Sprachen wurden sie übersetzt, in einer Gesamtauflage über 50 Millionen veröffentlicht, als Hörspiele publiziert, verfilmt, als Oper arrangiert und auf den Puppenbühnen sind sie ohnehin daheim: Die Geschichten vom Räuber Hotzenplotz gehören seit rund 45 Jahren zum unbestrittenen Kanon der Kinderliteratur. Auf allen Kontinenten kennen die Menschen den gar nicht so bösen Hotzenplotz. Ab Freitag, 15. Juli, zeigt er sich nun unter der Regie von Maria Wölzmüller auch auf der Bühne im Bergwirtstadel Heinrichshofen.

Die Geschichte von der geraubten Kaffeemühle, die zudem die besondere Eigenschaft vorweisen kann, beim Kurbeln das Lieblingslied der Großmutter (Gabi Wölzmüller) abzuspielen, ruft Kasperl und Seppl (Magnus Knoller und Valentin Schreiber) auf den Plan. Wachtmeister Dimpfelmoser (Hans Schreiber) zeigt sich als pflichtbewusster, wenn auch nicht besonders einsatzfreudiger Ordnungshüter. Sie alle können nicht verhindern, dass der Räuber Hotzenplotz (Martin Wölzmüller) zuerst die Kaffeemühle abstaubt, später auch noch Kasperl und Seppl in seine Höhle verschleppt und den Kasperl – oder ist es doch der Seppl? – an seinen Kumpan und Schnupftabaklieferanten, den großen und bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann (Fritz Kahnert) verschachert. Selbstverständlich geht die Geschichte, auch dank der magischen Mithilfe der guten Fee Amaryllis (Jasmin Schreiegg) am Ende gut hinaus.

Schon zum zweiten Mal, nach „Der kleine Wassermann“ im Jahr 2011, haben sich die Heinrichshofener Theaterspieler mit dem „Hotzenplotz“ für die Inszenierung einer Geschichte von Otfried Preußler entschieden. Neben diesen beiden Erzählungen verfasste der 1923 im nordböhmischen Reichenberg geborene Kinderbuchautor viele weitere Erzählungen und Romane, wie „Die kleine Hexe“, „Das kleine Gespenst“ und „Krabat“. Seine Geschichten haben die Kindheit von mittlerweile drei Generationen von Kindern, Eltern und Großeltern begleitet. Sie stehen auch heute noch ganz oben auf der Liste der beliebtesten Kinderbücher.

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Für den seltsamen Namen des Räubers hat sich Preußler übrigens von der gleichnamigen schlesischen Stadt inspirieren lassen, die bis 1945 tatsächlich Hotzenplotz hieß und mit Osoblaha ins Tschechische übersetzt wurde. (lt)

Gespielt wird vom 15. bis 17. Juli und vom 22. bis 24. Juli. Freitags beginnt die Vorstellung um 19 Uhr, samstags und sonntags jeweils um 16 Uhr. Gespielt wird im Bergwirtstadel in Heinrichshofen. Kartenvorbestellung ist möglich unter der Telefonnummer 08206/1566 (ab Dienstag, 5. Juli, täglich außer montags ab 18 Uhr).

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