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19.03.2017

Kommentar: Schießen ja, aber keine Jagd

Der Biber ist ein faszinierender Baumeister. Wie stark er die Landschaft gestalten kann, zeigt die Fläche bei der Ruine Haltenberg. Und er bildet zurück, was der Mensch über Jahrzehnte der Natur entrissen hat: Feuchtflächen und Wassertümpel und schafft so wieder artenreiche Biotope.

Dabei gerät er in Konflikt mit menschlicher Nutzung. Neu in der Diskussion ist, dass der große Nager offensichtlich auch dem Auwald schaden kann, wie bei der Exkursion auch die Forstleute anmerkten. Er kann also auf manchen Flächen nicht nur für private Grundbesitzer zum „Problembiber“ werden.

Deshalb gilt es eine nüchterne Diskussion ohne Lagerbildung zu führen, wo ein passender Lebensraum für den großen Nager ist und wo nicht. Wenn wirtschaftlicher Schaden entsteht, muss dieser entschädigt werden und wenn Gefahr für den Menschen oder die Umwelt drohen, muss der Biber vertrieben oder getötet werden. Jagdbares Wild sollte der Biber aber nicht werden. Die Hürde, sich beim Amt eine Abschussgenehmigung holen zu müssen, sollte bestehen bleiben.

Dass Wildtiere wie der Biber zurückkehren und sich erfolgreich vermehren, ist eine Bereicherung. In unserem dicht besiedelten Land. Es wird es aber immer wieder Konflikte geben und die Gesellschaft muss dies offen diskutieren und formulieren, welche Ziele gewünscht sind – und entsprechend Geld in die Hand nehmen, um die, die denen der Biber etwas wegfrisst, angemessen zu entschädigen, oder Flächen zu erwerben, auf denen sich das Tier ohne zu stören, entwickeln kann.

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