1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Naturschutz: Ein Blick von Weitem auf die Blume genügt

Naturschutz: Ein Blick von Weitem auf die Blume genügt

Millonig.jpg
Kommentar Von Stephanie Millonig
24.06.2019

In Naturschutzgebieten wie der Hurlacher Heide muss der Mensch zurückstecken. Das fordert LT-Redakteurin Stephanie Millonig.

Orchideen, wie verschiedene Ragwurzarten oder der seltene Frauenschuh wachsen in den geschützten Flächen am Lech. Wunderschön sind diese besonderen Pflanzen anzusehen , und es ist verständlich, dass so mancher das florale Kleinod auf einen Fotochip bannen will. Doch es ist falsch, dafür die Wege zu verlassen und das Betretungsverbot zu ignorieren! Es muss reichen, Pflanze und Tier von Weitem zu betrachten.

Viele folgen einer Spur

Die Argumentation, „ich wollte ja nur mal...“ zählt nicht. Denn jeder, der für sich in Anspruch nimmt, nur mal ein klein wenig ein Naturschutzverbot zu missachten, muss sich vergegenwärtigen, dass jeder andere diesen Anspruch auch haben könnte. Und so passiert es auch: Wer verbotenerweise vom Weg abweicht und in die Wiesen der Hurlacher Heide geht, dem folgen viele andere und es entsteht ein Trampelpfad. Und campen und Feuer machen zerstört noch viel mehr dieser so selten gewordenen Natur.

Strafzettel für Wiederholungstäter

Den meisten Besuchern, die vom Weg abweichen oder Wildtiere belauern, ist gar nicht bewusst, dass sie Schaden anrichten. Darum sind Harold Löffler und seine Kollegen von der Naturschutzwacht wichtig. Sie werben um Verständnis für die Natur. Und Wiederholungstätern wird ein Strafzettel ausgestellt. Harold Löffler argumentiert nicht mit erhobenen Zeigefinger und das ist gut so. Denn der Ärger von Spaziergängern, die gemaßregelt werden, weil sie Blumenpflücken, einen Weg verlassen oder grillen lässt sich auch nachempfinden. Die Freiheit des Einzelnen wird eingeschränkt und damit vielleicht gerade das Gefühl, das die Menschen draußen in der Natur suchen.

In den Naturschutzgebieten muss der Mensch jedoch zurückstecken, denn das, was dort zerstört werden kann, ist zu wertvoll. Immer mehr Pflanzen und Tiere sterben aus und darum ist es wichtig, die Regufien, die bestehen, zu schützen. Und ihnen Beschützer wie Harold Löffler an die Seite zu stellen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren