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Reisch

08.03.2020

Neue Impulse für das Dorfleben in Reisch

Christian Hettmer, Gabriele Förstle, Martina Sießmeir und Mathias Neuner (von links) bei der Vereinsgründung in Reisch.
Bild: Dagmar Kübler

Plus In dem Landsberger Stadtteil Reisch gibt es einen neuen Verein, der das Dorfleben fördern will. Konkrete Ideen gibt es schon.

In Zeiten, in denen Vereine sich eher schwertun, Ämter zu besetzen, oder sich gar auflösen, ist in Reisch ein neuer Verein aus der Taufe gehoben worden: „Dahoam in Reisch“. „Man braucht sieben Freunde, um einen Verein zu gründen. Heute sind wir mehr als sieben“, freute sich Stadtrat Christian Hettmer bei der Gründungsversammlung. Er und seine Mitstreiter wollen das Dorfleben stärker fördern. Unter anderem mit einer alten Tradition.

Den Vorsitz übernimmt Gabriele Förstle, als Schatzmeister wurde Alfred Maser gewählt und Schriftführerin ist Martina Sießmeir. Die Idee zur Vereinsgründung stammt aus der Dorfentwicklung „Unser Reisch 2035“. Dabei hatte sich ergeben, dass zwischen den beiden Vereinen Feuerwehr und Schützenverein eine Lücke klafft. Diese will „Dahoam in Reisch“ füllen und weitere Angebote für Menschen schaffen, die sich in Reisch einbringen und engagieren wollen. Dabei sei jedoch eine enge Zusammenarbeit mit Schützen und Feuerwehr geplant, „denn man kennt sich ja bei uns“, so Hettmer.

Naturschutz und traditionelles Brauchtum

Vorerst sind fünf Projektgruppen anvisiert, die es nun gilt, mit Leben zu füllen. Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des Umweltschutzes, der Heimatpflege und Heimatkunde sowie des traditionellen Brauchtums und des bürgerschaftlichen Engagements.

Neue Impulse für das Dorfleben in Reisch

Konkrete Ideen bestehen bereits. So könnte sich Hettmer vorstellen, die Knöpflesnacht kurz vor Weihnachten wieder aufleben zu lassen. „Früher sind die Kinder von Haus zu Haus gezogen, haben Gstanzl gesungen und dafür Gaben erhalten“, erinnerte sich Hettmer. Ein Dorffest, eine weiße Tafel oder ein Sonnwendfeuer könnten organisiert werden.

Denkbar wäre auch, beim Faschingsumzug in Landsberg eine Gruppe zu stellen, so Hettmer. Der Mitgliedsbeitrag ist mit zwölf Euro jährlich niedrig gehalten, Familien zahlen 24 Euro. Damit der Verein genügend Geld zur Verfügung hat, sollen auch Spenden akquiriert werden. Eine Anfrage bei der Sparkassenstiftung laufe bereits, so Hettmer. Er wolle sich dafür einsetzen, dass diese bewilligt werde, sagte Oberbürgermeister Mathias Neuner zu, der der Vereinsgründung beiwohnte.

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