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Regionale Produkte: Es muss es uns wert sein!

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Kommentar Von Stephanie Millonig
15.04.2019

Darüber muss immer wieder nachgedacht werden, findet LT-Redakteurin Stephanie Millonig 

Es hört sich gut an und ist in die richtige Richtung gedacht: 30 Prozent mehr regionale Produkte und 30 Prozent mehr regionale Bioprodukte in kommunalen Einrichtungen wie Schulkantinen oder Altenheimen. In der Realität lässt sich diese Forderung in dieser Form aber schwer verwirklichen, denn es würde einen immensen Kontrollaufwand nach sich ziehen, wenn immer wieder dieses Mengenverhältnis überprüft werden müsste.

Mehr zum Antrag von Johann Drexl vom Bauernverband lesen Sie hier: Mehr Bio und regional, wie geht das in Kantinen und Schulmensen?

Eine (fast) hundertprozentige Umstellung auf Bioprodukte zu verlangen und zu überwachen ist einfacher, wie das Münchner Tollwood-Festival zeigt. Da gibt es eine Liste von Produkten, die – weil anders nicht existent – auch konventionell erlaubt sind, der Rest ist Bio. Da reichen dann stichprobenartige Blicke in den Gastrokühlschrank als Kontrolle aus.

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Die Frage ist, wie viel man ausgeben will

Bei den engen Gewinnchargen von Gemeinschaftsessen ist aber fraglich, ob sich dieser Schritt in der Gegenwart wirtschaftlich verwirklichen lässt. Es ist aber immer nur eine Frage des Geldes, wie viel Umweltschutz und auch Schutz der regionalen Strukturen wir uns leisten wollen.

Deswegen ist Johann Drexls Antrag wichtig und richtig, denn natürlich gilt es darüber nachzudenken, wie es sich organisieren lässt, dass die Kommunen in ihrem Wirkungskreis nachhaltiger werden. Ein Umdenken fordert ein Großteil der Gesellschaft, wie an dem Volksbegehren abzulesen ist. Und jede Diskussion, die geführt wird, sorgt dafür, dass sich die Vorstellung vom Wert der Lebensmittel stärker in uns festsetzt und damit die Bereitschaft erzeugt, mehr zu zahlen – als Kommune und als Einzelner.

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