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11.07.2010

Schau der schönen Boote im Museumshafen

Schöne Boote wie diese Wanderjolle waren im Museumshafen zu sehen.
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Schöne Boote wie diese Wanderjolle waren im Museumshafen zu sehen.

Utting Strahlend blauer Himmel, es ist heiß und nicht nur die Segler der Regatta "100 Jahr-Cup" warten auf Wind. Vor den Toren der Steinlechner-Werft haben die jetzigen Inhaber, Christoph Hagenmeyer und Dominik Entzminger, ein Strandleben mit Sandstrand, Liegestühlen und einem Museumshafen aufgebaut. Auch im Innern der Traditionswerft, die am Wochenende ihren 100. Geburtstag feierte, ist alles auf das Jubiläum eingestellt. Viele Interessierte aus Seglerkreisen haben sich zur Eröffnung der zweitägigen Feierlichkeiten am Samstagvormittag an der Uttinger Strandpromenade eingefunden.

Als die Werft von Georg Steinlechner gegründet wurde, seien Segler "noch verlacht" worden, berichtete Entzminger. Heute habe sich das Segeln von einem elitären zum breit angelegten Sport entwickelt. Die Veränderungen der Zeit spiegeln sich auch in der Werft wider, so Entzminger, der seit zwölf Jahren in der Bootswerft tätig ist. Sein Partner Hagenmeyer kann auf 25 Jahre zurückblicken. "Mit elf Jahren tat ich den ersten Schritt auf ein Segelboot", berichtet er - genau am selben Ort bei einen Segelkurs, den die ganze Familie bei der Segelschule Steinlechner machte. Für ihn sei schon sehr früh klar gewesen, dass er Bootsbauer werde. Besonders bedankte sich Hagenmeyer bei seinem Lehrmeister Sepp Wegele, der viele Fragen des Publikums bei der Ausstellung "Tradition und Moderne - eine Zeitreise durch 100 Jahre Steinlechner Bootswerft" beantwortete.

Uttings Bürgermeister Josef Lutzenberger lobte den Betrieb der Werft inmitten der lebendigen Gemeinde am See. Arbeiten und Leben an einer Stelle sei ein Modell der Zukunft. Dass der Sand des künstlichen Strandes an einen der Kindergärten gespendet werde, fand der Bürgermeister gut.

Einen historischen Einstieg in seine Rede wählte Johann Hensel von der Schlösser- und Seenverwaltung. Die Gründung der Werft sei in der Zeit des Deutschen Reiches unter dem letzten deutschen Kaiser gewesen, und in Bayern herrschte die Monarchie. Für die "zivilistischen Seen", zu denen auch der Ammersee gehörte, war ein Oberhofmarschall zuständig, erzählte Hensel. Seit etwa 90 Jahren arbeite die Verwaltung mit der Werft zusammen, so Hensel, und attestierte der Beziehung "ein gutes Miteinander". Er wünschte der Werft einen "goldenen Boden" und eine "bedarfsorientierte Weiterentwicklung".

Schau der schönen Boote im Museumshafen

Erinnerungen werden wach

Manche Erinnerung wurde bei den Besuchern der Ausstellung geweckt. Die wunderschönen restaurierten, Holzboote wurden bestaunt. Viele Besucher äußerten sich lobend, unter ihnen Johann Fastl, der Präsident des Diessner-Segel-Club (DSC). Mit dem von der Werft 2006 gebauten Startschiff für seinen Club sei er "sehr zufrieden". Die "Vollständigkeit des Sortiments" im Seglerladen und eine Sorgfalt und ein Faible für die Holzarbeiten fanden seine Anerkennung. (rg)

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