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Schondorf

22.07.2019

Schondorf: 15 Realschüler haben eine Eins vor dem Komma

Die drei Jahrgansbesten an der Wolfgang-Kubelka-Realschule in Schondorf (von links): Julian Durach (1,45), Philipp Sanktjohanser (1,0) und Fabian Bartl (1,36).
Bild: Dagmar Kübler

Abschlussfeier an der Wolfgang-Kubelka-Realschule: Ein junger Mann verzichtet lieber auf den Führerschein und investiert die Zeit lieber in seine Traumnote.

90 junge Männer feierten mit Eltern und Lehrern in der Wolfgang-Kubelka-Realschule (WKR) in Schondorf ihren erfolgreichen Schulabschluss. 15 von ihnen glänzten mit einem Einserschnitt, Philipp Sanktjohanser durfte sich sogar über die Null hinter dem Komma freuen. Wie er dem Landsberger Tagblatt sagte, habe er sich dieses Ergebnis am Schuljahresbeginn selbst zum Ziel gesetzt und dafür auch vieles zurückgestellt, wie beispielsweise seinen Führerschein. Auch das nächste Ziel hat er bereits im Blick: das allgemeine Abi an der FOS. Zu den drei besten Schülern zählten auch Fabian Bartl (1,36) und Julian Durach (1,45).

Wie aus einem Rohbau ein fertiges Haus wird

Wer die WKR-Feiern der vergangenen Jahre besucht hat, weiß: Rektor Günter Morhard liebt Vergleiche und schafft es in unnachahmlicher Weise, den Schulbetrieb sinnbildlich einmal in eine Fußballmannschaft zu transformieren oder – wie heuer – in den Hausbau. Gebaut werde also an der WKR das Modell Einfamilienhaus. Baustelle: die Schule. Bauherren: die Eltern. Das Gemäuer, das „als fertiger Rohbau in die fünfte Klasse zu uns gekommen ist“, so Morhard, sind die Schüler. „Manche Mauern wollten nicht selber stehen und mussten gestützt werden, andere wuchsen fast von selbst in den Himmel“, resümierte der Rektor.

Die „Faulitis pubertitis“ habe bei manchen zu ein- bis zweijährigen Bauverzögerungen geführt. Letztlich habe aber am 26. Juni die Bauabnahme stattgefunden, alle Prüflinge seien anwesend gewesen, fast alle hätten bestanden. „Realschüler der WKR sind in der Wirtschaft sehr gefragt“, sagte Morhard.

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Der Stimmbruch verhindert einen Solopart

Josef Loy, der die WKR im Kreistag vertritt, spannte einen Bogen von Schuleinweihung und Mondlandung vor 50 Jahren bis heute. „Ihr habt die Fertigkeit gelernt, Aufgaben zu bewältigen“, sagte er und wünschte den Absolventen „Lust auf Wissen, Mut, Neues zu entdecken und Zeit, um Himmel und Erde zu spüren.“ Der Landkreis investiere gern in die WKR. 23 Millionen Euro seien eingeplant, damit sie „dem Strahlen der jungen Männer entspricht“, so Loy.

Elternbeirätin Martina Feneberg forderte die Absolventen auf, ihren Teil zu einer friedvollen Zukunft und zu einem humanen Miteinander beizutragen. Die Schule habe nicht nur auf den Abschluss vorbereitet, sondern auch beim Heranwachsen begleitet, sagte Schülersprecher Simon Storch. Musiklehrer Robert Richter kam bei der Abschlussfeier eine besondere Rolle zu: Da der Sänger der Schulband aufgrund des Stimmbruchs ausfiel, übernahm er den gesamten Sologesang und erntete dafür großen Applaus.

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