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Utting

19.08.2018

Schuppen am Uttinger Bahnhof: Kunstraum, Toilette oder Jugendhaus?

Der Lagerschuppen südlich des Bahnhofs in Utting soll aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Aber wie genau wird er künftig genutzt?
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Es gibt viele Ideen für den Uttinger Bahnhofschuppen. Jetzt sollen erst einmal Architekten Pläne entwickeln.

Der Lagerschuppen südlich des Bahnhofs in Utting soll aus dem Dornröschenschlaf erweckt werden. Im Rahmen der Planungen zu einem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) wurden auch bereits verschiedene Nutzungen diskutiert. So könnte dort eventuell die Jugend einen Platz finden, wie nach dem Abriss des alten Jugendhauses vielfach gefordert.

Er könnte jedoch auch ganz praktisch einen Raum für öffentliche Toiletten bieten. Wie zuletzt durch das Uttinger Kulturforum ins Spiel gebracht, könnte daraus aber auch ein Kunst- und Kulturhaus werden. Im Herbst plant der Verein dort eine Kunstaktion. Der Möglichkeiten gibt es also einige, die Entscheidung jedoch muss der Gemeinderat treffen.

Warum die Nachbargemeinde Schondorf in den Planungen eine Rolle spielt

Der möchte nun aber zunächst einmal die Grundlagen ermittelt sehen. Wie die Nutzungen dort verwirklicht werden können und welche Kosten dadurch auf die Gemeinde zukommen, das soll daher nun eine Architektenausschreibung ermitteln. Der Gemeinderat gab seine Einwilligung zu einer Feinuntersuchung, anschließend soll der Antrag für die Förderung der Machbarkeitsstudie bei der Regierung von Oberbayern eingereicht werden, und zwar durch die Gemeinde Schondorf. Im ISEK-Verbund von Utting, Greifenberg und Schondorf sei die Nachbargemeinde Schondorf die Leitkommune, erläuterte Bürgermeister Josef Lutzenberger (GAL) diese Vorgehensweise.

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Die ehemalige Güterhalle, die nicht denkmalgeschützt ist, jedoch einen gewissen Charme habe, wie Lutzenberger betonte, ist unterkellert und weist Außenmaße von 9,1 Metern in der Länge und sechs Metern in der Breite auf. Wird die Rampe hinzugerechnet, ergibt sich ein Raum von etwa 76 Quadratmetern. Patrick Schneider (GAL) schlug vor, dass die Architekten auch das stillgelegte Gleis drei, das sich östlich des anschließenden Parkplatzes entlang zieht, in die Überlegungen einzubeziehen.

Ein Kauf der Fläche ist erst 2024 möglich

Ob diese Fläche von der Gemeinde erworben werden kann, wird sich jedoch erst in circa sechs Jahren entscheiden. Karl Sauter (CSU) könnte sich im Lagerschuppen einen Raum für die Ortsgeschichte sowie ein Archiv vorstellen. „So wie Harry Sternberg es im Raum B1 am Bahnhofsplatz macht, könnten wir zum Beispiel dort auch an unsere Vorfahren erinnern.“ Bei der Nutzung als Jugendhaus, so lauteten Befürchtungen, könnte es zu Konflikten mit Anwohnern kommen.

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