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Schondorf

19.01.2019

Wann in der Seeanlage gefeiert werden darf

Über die Seeanlage in Schondorf wurde im Gemeinderat diskutiert.
Bild: Julian Leitenstorfer

Einmal im Monat darf in Schondorf in Gaststätten nach Anmeldung gefeiert werden. Welche Vorgaben künftig gelten sollen.

Was darf künftig in den Schondorfer Seeanlagen stattfinden und was nicht? Macht es Sinn, das bereits erlassene, zeitweise gültige Alkoholverbot in eine Satzung einzuarbeiten? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigte sich der Schondorfer Gemeinderat in der ersten Sitzung im neuen Jahr. Bürgermeister Alexander Herrmann legte dabei einen Satzungsentwurf als Diskussionsvorschlag vor.

Kein generelles Alkoholverbot

Als Leitsatz für das Verhalten in der Seeanlage soll laut Herrmann der Passus gelten, dass sich alle Benutzer so zu verhalten haben, dass kein anderer gefährdet, geschädigt oder mehr als den Umständen nach unvermeidbar behindert oder belästigt wird. Wichtig war es ihm auch, darauf hinzuweisen, dass es kein generelles Alkoholverbot gebe. Die Verbotszeiten gelten aber immer dann, wenn Feste und Feiern in seenahen Gaststätten stattfinden, und auch während des Sammersee-Festivals. Eine Handhabe, beispielsweise die Schülerpartys in den Gaststätten zu untersagen, gebe es dagegen nicht. Diese seien in der betroffenen Lokalität einmal im Monat erlaubt, müssen aber angemeldet werden, berichtete der Bürgermeister. Die Gemeinde hatte Mitte Oktober ein temporäres Alkoholverbot sowie ein Verbot der Wiedergabe von elektronisch verstärkter Musik für die Zeit ab 18 Uhr des Veranstaltungstages bis 6 Uhr des folgenden Tages erlassen.

Mehr zum Thema finden Sie hier. Wird ein Sicherheitsdienst für die Seeanlage in Schondorf engagiert?

Ob denn dieses auch auf umliegende Orte wie den Wilhelm-Leibl-Platz ausgeweitet werden solle, stellte Wolfram Häberle zur Diskussion. Man könnte zwar eine allgemeine Grünanlagensatzung erlassen, meinte Alexander Herrmann, sprach sich aber dafür aus, zunächst einmal abzuwarten.

Keine Feuerwerkskörper?

Weitere Punkte der neuen Verhaltensregeln wurden kontrovers diskutiert. So soll das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten werden. Ein überflüssiger Passus, befand Rainer Jünger, da es dafür bereits geltende rechtliche Vorgaben gebe, die dies nur an Silvester erlauben. Dabei könne die Gemeinde ebenso wie für die Böllerschüsse zu Neujahr eine allgemeine Ausnahmegenehmigung erteilen, meinte Herrmann. Auch während des Jahres kämen viele Anfragen für eine Genehmigung eines Feuerwerks bei Hochzeiten oder Geburtstagen. „Es gibt viele, die das nicht wollen“, meinte Marlene Orban zum Thema Feuerwerk. Die Abstimmung dazu ergab eine knappe Mehrheit von acht zu sieben Stimmen für die Einarbeitung dieses Passus.

Ebenfalls diskutiert wurde der Punkt „Benutzung der Anlagen als Liegewiese“. Martin Wagner störte sich daran, dass es jetzt in der Seeanlage Liegewiesen geben soll: „Das ist kein Badeplatz“, stellte er klar. Mehrere Redner verwiesen auf das nahe Strandbad Forster und die freie Badefläche der Gemeinde. Auch missfiel es Häberle, dass im vergangenen Sommer von den Besuchern immer wieder Strandmuscheln aufgestellt wurden. Diesen Punkt möchte Alexander Hermann noch einmal präziser ausarbeiten und erneut diskutieren lassen.

Diskussion ums Fahrradfahren

Für einige Gemeinderäte reiche es aus, wenn die Strandpromenade zum Flanieren genutzt werden kann. Ganz anderer Ansicht war da Luzius Kloker. Er wünschte sich vielmehr eine Belebung der Seeanlage, in der beispielsweise durchaus auch Spiele stattfinden könnten. Dagegen bleiben auch in der künftigen Satzung das Grillen, offene Feuerstellen, Feiern von Partys, übermäßiger Lärm jeder Art sowie kampieren und nächtigen untersagt. Diskussionsbedarf gab es auch zum Punkt „Fahren und Parken von Kraftfahrzeugen“. Einige waren dafür, dass auch Fahrradfahren in den Anlagen verboten sein sollte. Fahrräder in der Seeanlage abzustellen, wollte Kloker aber nicht verbieten.

Die Vorlage für die neue Seeanlagensatzung wird nun entsprechend überarbeitet, die Punkte erneut juristisch geprüft und dann dem Gemeinderat erneut zur Beratung vorgelegt.

Die Diskussion ist geschlossen.

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