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Landsberg: So will der Landsberger Alpenverein klimaneutral werden

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So will der Landsberger Alpenverein klimaneutral werden

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    Der neue Vorsitzende und der Dritte Vorsitzende des Landsberger Alpenvereins (linkes Bild von links), Jörg Riedle und Dr. Hans-Martin Rummenhohl, wollen sich vor allem auch um die Klimaneutralität ihrer Sektion kümmern, die unter anderem die Landsberger Hütte (rechtes Bild) betreibt.
    Der neue Vorsitzende und der Dritte Vorsitzende des Landsberger Alpenvereins (linkes Bild von links), Jörg Riedle und Dr. Hans-Martin Rummenhohl, wollen sich vor allem auch um die Klimaneutralität ihrer Sektion kümmern, die unter anderem die Landsberger Hütte (rechtes Bild) betreibt. Foto: Christian Rudnik, Alpenverein

    Mit 7300 Mitgliedern ist die Sektion Landsberg des Deutschen Alpenvereins (DAV) der mitgliederstärkste Verein im Landkreis Landsberg. Nun hat er mit Jörg Riedle (46) als neuen Vorsitzenden den Generationenwechsel geschafft. Welche Neuerungen sonst noch anstehen.

    In die Ära von Jörg Riedle, der im November 2021 zum Vorsitzenden der Sektion Landsberg gewählt wurde und damit Georg Schappele ablöst, wird eine der ganz großen Herausforderungen fallen, der sich der DAV stellt, nämlich bis 2030 klimaneutral zu werden. Was der Verein mit seinen insgesamt 1,5 Millionen Mitgliedern im vergangenen Jahr beschlossen hat, gilt es nun in den einzelnen Sektionen umzusetzen. Dabei kann Riedle auf die Expertise des Dritten Vorsitzenden Dr. Hans-Martin Rummenhohl zurückgreifen, der sich seit zwei Jahren in die Arbeitsgemeinschaft (AG) des DAV zum Thema Klimaschutz einbringt. Auf die bereits erarbeiteten Grundlagen können alle Sektionen zurückgreifen.

    Verschiedene Arbeitsgruppe werden ins Leben gerufen

    In Landsberg hat der Prozess bereits begonnen: Schatzmeister Stefan Schmidbauer fungiert als Klimaschutzkoordinator und wird 2022 die Emissionsbilanzierung durchführen. „Zudem werden AGs aufgesetzt, etwa zu den Themen Mobilität und Infrastruktur“, erklärt Riedle, der der Sektion seit 2005 angehört und als Wegewart die rund 50 Kilometer Wege um die Landsberger Hütte seit 2018 mit einem Team betreut. Abgerutschte Wege wieder herrichten, Wegweiser kontrollieren oder montieren und Markierungen anbringen gehört zu der Arbeit, die zwar anstrengend sei, aber großen Spaß mache, erzählt Riedle.

    Emissionsbilanzierung heißt, zuerst einmal eine Bestandsaufnahme durchzuführen. Diese betrifft die Immobilien, dazu zählen das denkmalgeschützte Vereinsheim in der Malteserstraße, die Landsberger Hütte, die bereits vor zwei Jahren auf eine Pellets-Heizung umgerüstet wurde, das Haus Reichenbach, die Alpe Starkatsgrund sowie die Kajakhütte, ebenso wie die Mobilität.

    Mobilität ist für die Landsberger ein wichtiges Thema

    Zwei Drittel des CO2-Fußabdrucks der Sektion wird die Mobilität verursachen, ein Drittel die Infrastruktur, so die Schätzung. „Wenn wir wissen, wo die Treiber sind, können wir gezielt etwas verändern“, erklärt Riedle. Begonnen wird damit bereits bei den Fahrten in die Alpen. „In den Monaten Juni, Juli und September werden wir den Landsberger Bergbus für Gemeinschaftsfahrten einsetzen“, erklärt Rummenhohl das neue Pilotprojekt. Das Besondere an der Idee: Den Bus kann nicht nur nutzen, wer eine Tour der DAV-Sektion Landsberg gebucht hat, sondern jeder Individualwanderer. Das Angebot „Bike & Hike“ zielt in dieselbe Richtung: Auf 98 Kilometern geht es mit dem Fahrrad bis zur Vilsalphütte und von dort zu Fuß auf die Landsberger Hütte. Jugendgruppen nutzten ohnehin oft Bus und Bahn, so Riedle. Zudem setze man verstärkt auf den Trend, in der näheren Umgebung aktiv zu werden, um weite Anreisen zu vermeiden.

    Ein Schwerpunkt liegt bei der Inklusion

    Vermehrt setzt die DAV-Sektion Landsberg auch auf Klima-Themen bei den Vorträgen, die monatlich im Vereinsheim stattfinden. So werden sich die nächsten vier Vorträge von März bis Juni dem Lech und den klimabedingten Veränderungen der alpinen Umwelt widmen. Der DAV sieht sich auch als Partner, wenn es um die Sicherheit in den Bergen geht. Er trägt dem zunehmenden Individualbergsport Rechnung, etwa mit einer alpinen Theorieausbildung und Lawinenkursen. Gezielt wurde das Programm auch an Zielgruppen wie junge Leute oder Familien angepasst und diejenigen, die Kurse leiten, wurden speziell dafür ausgebildet. „Aktuell starten die Anmeldungen für das Sommerprogramm“, informiert Riedle.

    Rund 70 Kurse und Touren werden angeboten, verteilt über die sechs Abteilungen der Sektion Landsberg: Wandern, Hochtouren, Kajak, Mountainbike sowie Klettern indoor und outdoor. Besonders bei der Jugend seien der Run auf das Indoor-Klettern sowie Mountainbiken groß und die Kurse schnell voll, weiß Riedle. Einen Schwerpunkt setzt die Sektion bei der Inklusion: So steht heuer wieder die Beteiligung an den Inklusionstagen mit angepassten Wanderungen an und zwei speziell ausgebildete Trainerinnen bieten seit etwa drei Jahren Klettern für Menschen mit Behinderungen in der Kletterhalle an.

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