Jahrtag I

09.12.2019

Ein Kriegsteilnehmer lebt noch

Gedenkfeier am Seestaller Kriegerdenkmal mit Pater Joseph Mangalathukary, am Rednerpult steht Vorsitzender Thomas Vogel.
Bild: Andreas Hoehne

Seestaller Veteranen erinnern an den Zweiten Weltkrieg

In würdigem Rahmen gedachte die Kameradschaft der Kriegsveteranen, Soldaten und Reservisten in Seestall an ihrem Jahrtag der Opfer der Kriege. In seiner Ansprache am Kriegerdenkmal vor der Kirche erinnerte Vorsitzender Thomas Vogel an den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Im Beisein von Pater Joseph Mangalathukary, der zuvor den Gottesdienst zelebriert hatte, wurde zum Gedenken an die Kriegsopfer ein Kranz niedergelegt.

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Dem Zweiten Weltkrieg sei wie bei vielen anderen Kriegen eine Lüge vorausgegangen, bezog sich Vogel auf die Behauptung, Deutschland sei angegriffen worden. Mit in seine Ansprache bezog er die Soldaten der Bundeswehr ein, die unter der Kontrolle eines demokratischen Parlaments stehe. Der Einsatz der Soldaten verdiene Anerkennung und Achtung, und man hoffe, dass sie gesund aus ihren Einsätzen zurückkämen. Angeführt von der Musikkapelle Asch unter der Leitung von Xaver Wiedenmann zogen die Vereinsmitglieder zusammen mit den Fahnenabordnungen ein kurzes Stück durch das Dorf zur Gemeinschaftshalle, in der die Jahresversammlung stattfand.

In diesem Jahr war der Vertrauensmann der aktiven Soldaten, Reinhold Lerchenmüller, verstorben. Zu seinem Nachfolger wurde Martin Gschwill gewählt. Vertreter der Reservisten im Vorstand ist Günther Jung, der Veteranen Jörg Gütter und der passiven Mitglieder Werner Käb. In Abwesenheit geehrt wurde Simon Rambach für langjährige Mitgliedschaft.

Ein Kriegsteilnehmer lebt noch

Lebhafte Diskussionen löste die Anfrage von Günther Kraus aus, in welchen Momenten die Mitglieder in Tracht während der Gedenkfeier ihren Hut abnehmen sollten. Hier wäre es wünschenswert, wenn man einheitlich verfahre, meinte Kraus.

Im nächsten Jahr soll es zusammen mit der Feuerwehr wieder einen Ausflug geben, das Ziel steht noch nicht fest. Sebastian Welz wies auf das Gautrachtenfest 2021 in Seestall hin, für das man die Unterstützung aller Vereine benötige.

Auch hingewiesen wurde auf die neue Internetseite des Vereins mit der Adresse www.veteranenverein-seestall.de, die Jörg Gütter betreut. In seinem Grußwort wies Bürgermeister Erwin Karg darauf hin, dass mit Gerhard Reitler der letzte Teilnehmer des Zweiten Weltkriegs im Fuchstal in Seestall wohne.

Er kündigte an, dass man den Umbau der Gemeinschaftshalle wohl bis zum Jahr 2022 geschafft haben werde. (hoe)

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