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Bauernverband

13.11.2017

Bauern diskutieren über Greening

Über die aktuelle Agrarpolitik sprachen BBV-Kreisobmann Martin Schorer (von links) und BBV-Direktor Matthias Borst in Mittelrieden.
Bild: Diebolder

Bei der Kreisversammlung bewertet Obmann Martin Schorer aktuelle Entwicklungen in der Branche

Die Kreisversammlung des Bauernverbands hat auf Treffen mit Politikern und Verantwortlichen zurückgeblickt. Kreisobmann Martin Schorer erinnerte an die Begegnung mit bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner. Deutlich wurde daraus, dass der „Bayerische Weg“ mit seinen Grundsätzen bis heute aktuell ist. Ziel sei es, Agrarpolitik als Gesellschaftspolitik zu verstehen. Der ganzheitliche Ansatz schaffe die Grundlage für die Kulturlandschaft, in der Landwirte wettbewerbsfähig bleiben können. Für den Unterallgäuer Kreisobmann ist die bäuerliche Landwirtschaft unverzichtbar. Sie arbeite flächendeckend, nachhaltig und vielseitig. Künftig müsse sich die Landwirtschaft den Verbrauchern weiter öffnen, war die zentrale Ansicht von Brunner.

Sehr bedauerlich findet Schorer, dass zum Jahresende die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) aufgelöst wird. Der 1956 geschaffene Verein brachte die bayerische Milchwirtschaft an einen Tisch und gestaltete eine umfangreiche Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit, darunter die Milchkönigin und Milchprinzessin.

Sehr positiv findet Schorer, wie sich in Mindelheim die staatliche Berufsschule zur größten in Schwaben entwickelt hat. Bei der Vorstellung des neuen Schulleiters Georg Renner erlebte der Kreisobmann, wie stark der Landkreis in den Schulstandort investiert. Ebenso dankbar ist Schorer über die Entwicklung an der Hauswirtschaftsschule in Memmingen. Mit der neuen Schulküche wurde die Außenstelle viel attraktiver, so Schorer.

Einen breiten Raum der Kreisversammlung nahmen die agrarpolitischen Informationen von BBV-Direktor Matthias Borst ein. Durch die Greening-Verpflichtungen müssten die Ackerbauern fünf Prozent Ökologische Vorrangflächen ausweisen. Ab 2018 können dafür die Leguminosen wie Luzerne oder Ackerbohnen zum Faktor 1,0 angerechnet werden. Neu dürften Elefantengras (Miscantus) und die durchwachsene Silphie mit dem Faktor 0,7 angebaut werden. Mit dem 1,5-fachen Faktor sei es möglich, „Honigpflanzen“ auf Brache wachsen zu lassen.

Nur noch online werde der neue Mehrfachantrag 2018 möglich sein. Der Bauernverband, so Geschäftsführer Helmut Mader, habe sich mit mehr Personal auf diese Anforderung eingestellt. (jd)

Die Diskussion ist geschlossen.

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