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Bad Wörishofen

21.11.2019

Bayerns erste Hotelfachschule feiert sich selbst

Die sonst nüchterne Pausenhalle der Beruflichen Schulen von Bad Wörishofen war zum Hofa-Jubiläum nicht mehr wiederzuerkennen. Die Schüler hatten daraus ein Fünf-Sterne-Restaurant gemacht.
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Die sonst nüchterne Pausenhalle der Beruflichen Schulen von Bad Wörishofen war zum Hofa-Jubiläum nicht mehr wiederzuerkennen. Die Schüler hatten daraus ein Fünf-Sterne-Restaurant gemacht.
Bild: Maria Schmid

Zum Jubiläum verwandeln die Schüler die Pausenhalle in ein Fünf-Sterne-Restaurant samt Spitzenköchen.

Dieser Wow-Effekt saß: Schüler der Hotelfachschule hatten die nüchtern aussehende Pausenhalle der Beruflichen Schulen Bad Wörishofen in ein Fünf-Sterne-Restaurant verwandelt. Es war eine Augenweide für die 120 geladenen Gäste, die in den vergangenen 30 Jahren diese Schule leiteten, an ihr lehrten und sie besuchten. Beim Champagnerempfang zum 30. Geburtstag öffneten sich unzählige Schatzkästchen der Erinnerungen.

Die Freude über dieses Zusammentreffen, das die einstige Lehrerin Ursula Straub-Stodollik organisiert hatte, war groß. Damals, am 12. September 1989, öffnete die Hotelfachschule Bad Wörishofen als erste staatliche Hotelfachschule Bayerns ihre Pforten. Robert Fröhlich war der erste Leiter dieser Schule, gefolgt von Ernst Schönhaar und heute Johannes Storch.

Stephan Winter überbrachte als Vize-Landrat die Glückwünsche des Landkreises. Er nannte die Hotelfachschule eine Vorreiterin der modernen hotelfachlichen Weiterbildung. Die Bad Wörishofer Schule punkte mit einer sinnvollen Kombination kaufmännischer, rechtlicher und organisatorischer Fächer. Sie statte künftige Führungskräfte im Hotelmanagement in nur zwei Jahren mit dem dafür notwendigen Rüstzeug aus. Dass die Schülerzahlen der „Hofa“, wie sie eigentlich jeder nennt, entgegen des Trends steigen, sei das Verdienst engagierter und qualifizierter Dozenten.

Bayerns erste Hotelfachschule feiert sich selbst

Frühere Absolventen leiten heute eigene Häuser

Johannes Storch machte bei der Begrüßung auf das geschichtsträchtige Jahr 1989 aufmerksam. Die ungarische Regierung öffnete in der Nacht zum 11. September die Grenze zu Österreich für DDR-Bürger. Zehntausende reisten in den darauf folgenden Tagen und Wochen über Österreich in die Bundesrepublik Deutschland ein.

Eine weite Reise unternahm für diese Festlichkeit Sternekoch Jean Montagard, Professeur de Cuisine an der Hotelfachschule Nizza. Die beiden Schulen verbindet eine lange Partnerschaft. Montagard bereitete für die Gäste Seezungenröllchen mit Hummerfüllung auf Trüffelschaum mit frischen Trüffelscheiben zu. Harald Kessler, der Küchenmeister der Hofa, trug mit seinen Schülern Wildterrine, Kirschkonfit, Wildbouillon und Kürbisschaumsuppe mit Kürbiskernstick auf. Armin Hollweck vom Jahrgang 1989/91, jetzt Küchenchef und Inhaber des Hotels Adler in Oberstaufen, kredenzte gemeinsam mit Michael Schmid, Hofa-Jahrgang 1993/95, jetzt Küchenchef und Inhaber der „Altstaufner Einkehr“ Oberstaufen, zartes Perlhuhnsuprème in der Haselnusskruste auf Portweinsauce mit Gemüsegarnitur und Kartoffelplätzchen.

Beim Champagnerempfang sorgte Albert Oblinger, ein ehemaliger Küchenmeister der Hofa, zusammen mit den ehemaligen Schülern Robert Milojevic und Tobias Sailer für Fingerfood vom Feinsten. Die Dessertkomposition „30 Jahre Hofa“ zauberte Chefpâtissier Mike Wolf, Jahrgang 2005/07.

Das alles unterstrichen „The Compliments“ aus Augsburg mit sehr ansprechender Musik. Komplimente gab es vor allem für die Organisation und für die kulinarischen Genüsse der Küchenmeister.

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