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Verkehr

29.11.2018

Die Bahn überlässt nichts dem Zufall

Der Bahnübergang in Oberrammingen wird erst 2022 wegfallen. Dann muss die Bahnstrecke nochmals gesperrrt werden. Und die Gemeinde Rammingen wird nochmals fast eine halbe Million auf den Tisch legen müssen.
Bild: Wilhelm Unfried

Damit die Züge auf der elektrifizierten Strecke schneller fahren können, müssen die Bahnübergänge umgebaut werden. Auch beim Ramminger Bahnhof wird eine neue Brücke gebaut. Bis zur Fertigstellung ist aber Geduld gefragt

Man kann der Bahn einiges nachsagen – nicht aber, dass sie etwas dem Zufall überlässt. So weiß man heute schon, wann die neue Brücke beim Bahnübergang Oberrammingen eingeschoben werden soll. Das wird, so Bürgermeister Anton Schwele, voraussichtlich im Juli 2022 (!) sein. Angebunden wird dann auch der Bahnhalt.

Die Bahn ist den Rammingern lieb und teuer. Im Zuge der Elektrifizierung müssen alle schienengleichen Bahnübergänge verschwinden, damit höhere Geschwindigkeiten gefahren werden können. Und da trifft es die Ramminger gleich zwei Mal. Und zwei Mal werden sie für die Kosten mit einem Drittel herangezogen.

Die Bahnunterführung in Unterrammingen wurde 2018 gebaut. Laut Schwele hat die Gemeinde bisher für die Baukosten 333 000 Euro ausgegeben. Es fehle aber noch die Straße zur Brücke. Derzeit gebe es auch noch eine kleine Umplanung der Trasse. Die Ausschreibung sei dann für März 2019 geplant und der Bau der Straße soll dann im Juni/Juli 2019 erfolgen.

Grund für die Verzögerung: „Da wir zum Grundstückserwerb einen freiwilligen Landtausch durchführen, dauert das ganze Prozedere etwas länger,“ so der Bürgermeister. Der freiwillige Landtausch bringe vor allem für die Landwirte einen Vorteil. Auch die Kosten der Straße würden wieder gedrittelt. Der Bahnübergang beim Braustadel entfalle dann. Es ist zwar noch ein Stück Zeit bis dahin, aber auch an der Bahnunterführung in Oberrammingen werde derzeit geplant. Hier gebe es eine Verzögerung wegen Forderungen des Naturschutzes,

„Diese Bedenken haben wir in einem kürzlich erfolgten Gespräch ausgeräumt“, beruhigte Schwele. Durch diese Verzögerung werde sich allerdings der Bau der Unterführung um ein Jahr verschieben. Die jetzige Planung sehe daher den Bau der Unterführung, der neuen Straße und der Sperrung der Bahnstrecke für den Einschub der Brücke im Sommer 2022 vor. Auch an diesen Gesamtkosten wird die Gemeinde wiederum mit einem Drittel beteiligt sein. Der Anteil der Gemeinde werde derzeit auf 450 000 Euro geschätzt.

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