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Verkehr

12.10.2019

Die „Boscha-Kreuzung“ treibt die Stockheimer um

Die Kreuzung an der MN 26 bei Stockheim.
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Die Kreuzung an der MN 26 bei Stockheim.
Bild: Helmut Bader

Die von der Unfallkommission favorisierte Sichtschutzwand fällt durch – dafür tut sich nun in Sachen Grundstück etwas.

Erneut war die Wertachtalkreuzung in Stockheim, die sogenannte Boscha-Kreuzung, Thema einer Bürgerversammlung. Bürgermeister Paul Gruschka (FW) erinnerte daran, dass nach letztem Stand vom Landratsamt noch immer eine Lösung mit Sichtblenden bevorzugt würde. Damit könne er sich jedoch aus optischen Gründen nicht anfreunden.

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Mehrmals wurde dagegen seitens der Bevölkerung der Wunsch nach einem Kreisverkehr geäußert. Wie nun zu erfahren war, wäre dies jetzt seitens der betroffenen Grundstückseigentümer umsetzbar, nachdem die Stadt ein gegenüber dem Landratsamt deutlich höheres Preisangebot gemacht habe. Da es sich dabei ja nur um geringe Flächen handelt, bestünde hier grundsätzliche Bereitschaft. Auch für Sichtschutzwände bräuchte das Landratsamt die Zustimmung von Grundeigentümern. Die Aussage eines Betroffenen war jedoch eindeutig: „Eine Bretterwand kommt für mich überhaupt nicht infrage, weil dies bei der Bewirtschaftung der Felder eine zu große Beeinträchtigung bedeuten würde.“

Im Ort ist man gespannt, wie es weitergeht

Die Stockheimer sind also gespannt, wie es dort nun weiter geht. Immerhin gab es hier heftige Unfälle. Insgesamt elf Mal hat es laut Polizei in den vergangenen fünf Jahren auf der Boscha-Kreuzung gekracht. Es gab Verletzte und meist hohen Sachschaden. Spektakulär war der Unfall am 11. Februar 2015, als ein Autofahrer mit einem Schulbus kollidierte.

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Zwischenzeitlich wurden Vorschläge der Unfallkommission umgesetzt, etwa Querfräsungen in der Fahrbahn, ein Tempolimit und große Warnschilder. Im Gegensatz zum Landratsamt sehen viele Stockheimer aber keine Verbesserung der Lage, das wurde auch jetzt wieder deutlich.

Immer wieder würden Fahrzeuglenker, die von Süden oder Norden hier einfahren, die Vorfahrtsschilder einfach ignorieren oder nicht zur Kenntnis nehmen, weil ja gemeint wird, man würde den Querverkehr gut sehen. Landrat Hans-Joachim Weirather (FW) erinnerte zuletzt in einem Brief an Bürgermeister Gruschka daran, dass die Unfallkommission eben auch die Holzzäune als Scheuklappen empfohlen habe und bat die Stadt dringend darum, diese auch zu bauen.

Gruschka hatte gleich signalisiert, dass er einen Kreisverkehr für besser hält.

Auf die lange Bank geschoben sollte das Thema nicht werden, ehe es wieder einmal kracht, waren sich die Bürger einig. (mit m.he)

Mehr dazu lesen Sie hier: Bad Wörishofen soll „Scheuklappen“ bauen

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