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Benefizaktion

27.08.2018

Die „Löwenherz-Tour“ macht Station in Mindelheim

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3 Bilder
Das Team der „Löwenherz-Tour“: Pippa Bartels, David Pancke, Matthias Dangl, Kevin Burba, Kathrin Bartels, Henrik Bartels, Henning Kuczewski, Torsten Bierwisch, Roland Holz
Bild: Daniela Polzer

Menschen mit und ohne Behinderung können zusammen viel erreichen. Das zeigt die ungewöhnliche Löwenherz-Tour durch ganz Deutschland

Früher als erwartet kommt die Truppe Fahrradfahrer auf dem Mindelheimer Marienplatz an. Seit 36 Stunden sind sie auf den Beinen. Sie wollen knapp 2800 Kilometer in nur sieben Tagen zurücklegen. Das Besondere: Vier der neun Teilnehmer haben eine Behinderung.

Die „Löwenherz-Tour“ ist eine Aktion des Vereins „Friends for Life“ aus Braunschweig. Von dort fährt die Truppe mit dem Rad eine herzförmige Tour durch ganz Deutschland. Mit dabei ist auch Matthias Dangl aus Erisried. Der leidenschaftliche Fahrradfahrer radelt täglich in seine Arbeit bei den Unterallgäuer Werkstätten. Für die Tour durch die Bundesrepublik hat er sich extra Urlaub genommen.

Die Strecke ist 2800 Kilometer lang

Mit dem Auto ist der 29-Jährige zum Start nach Braunschweig gefahren und legt jetzt gemeinsam mit seinen Teamkollegen die gesamte Strecke von 2800 Kilometern zurück. Aber nicht jeder verbringt die gesamte Zeit auf dem Rad: Nach ungefähr 100 Kilometer wird gewechselt. Deshalb fährt eine Hälfte des Teams immer mit den Autos, die sie begleiten. Außerdem haben sie ein Wohnmobil mit Gepäck und Verpflegung mit dabei. Geschlafen wird allerdings nur sehr wenig.

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In Mindelheim angekommen, haben sie fast die halbe Strecke geschafft. Energie für den zweiten Teil sei aber auf jeden Fall noch vorhanden, sagt Dangl. Der leidenschaftliche Fahrradfahrer erzählt ganz begeistert von der schönen Landschaft in Deutschland. Außerdem sei das Fahren in der Gruppe sehr angenehm.

Die „Löwenherz“-Idee stammt aus Amerika

Die Idee zu der Aktion hatte Torsten Bierwisch, der Zweite Vorsitzende des Vereins „Friends for Life“. Das Konzept, dass Menschen mit und ohne Handicap zusammen Sport machen, stammt ursprünglich aus Amerika. Dort hat Bierwisch beim „Race across America“ teilgenommen. Das Radrennen von der Ost- zur Westküste wird oft für karitative Zwecke genutzt. „Ich wollte nicht einfach nur Geld sammeln, sondern habe nach einer plakativen Idee gesucht. Mit einer Aktion wie unserer Tour durch die Bundesrepublik erreicht man wesentlich mehr Menschen“, erklärt Bierwisch. Während ihrer Tour sammeln sie Spenden für ein Senioren- und Pflegeheim im Harz, das vor einiger Zeit durch ein Hochwasser große Schäden davongetragen hat.

Großer Empfang in Braunschweig

Am Ziel in Braunschweig, einige Tage nach dem Stopp in Mindelheim, erwartet die Truppe ein großer Empfang: Am selben Tag findet dort ein Radrennen von Magdeburg, ebenfalls mit dem Ziel Braunschweig, statt. Ungefähr 1000 Radfahrer werden deshalb vor Ort sein und das Team begrüßen. Bierwisch beschreibt die Aktion als „gelebte Inklusion auf der Straße“.

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