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Hausen

20.04.2019

Ein Konzert zu Ehren des Königs der Blasmusik

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2 Bilder
Alles hört auf das Kommando von Dirigent Armin Preschl.
Bild: Maria Schmid

Die Hausener Musiker würdigen den vor 20 Jahren verstorbenen Ernst Mosch musikalisch. Doch sie haben auch noch deutlich mehr im Programm.

„Ein ganz Großer ist von uns gegangen!“ Das sagten Moderator Alfred Heiß und Dirigent Armin Preschl beim Jahreskonzert des Musikvereins Hausen. Heiß berichtete von der Trauerfeier von Ernst Mosch im Mai 1999 auf dem Germaringer Friedhof. „Es regnete in Strömen. Die Original Egerländer Musikanten spielten auf Wunsch des Verstorbenen ‚Böhmischer Wind’.“ Dieser sanfte, traurige Wind war nun, 20 Jahre später, auch in der Mehrzweckhalle in Hausen deutlich zu spüren, vor allem bei dem einfühlsamen Gesang von Carina und Helmut Schneider. Dem großen Vorbild, dem König der Blasmusik Ernst Mosch, war die zweite Hälfte des sehr unterhaltsamen Jahreskonzertes gewidmet, und das auch auf besonderen Wunsch von Dirigent Armin Preschl.

Gepflegte Blasmusikkonzerte ohne Ernst Mosch sind unvorstellbar - auch in Hausen

Auch 20 Jahre nach dessen Tod bewiesen die Musiker Ernst Mosch ihre Treue. Alfred Heiß erinnerte anhand der von Armin Preschl ausgewählten Literatur an den musikalischen Lebenslauf des großen Blasmusikers. Ob die „Fuchsgraben Polka“ von 1956, der Marsch „Der Falkenauer“, besonders aber die unsterbliche Melodie „Rauschende Birken“, ebenfalls 1956 komponiert: Margit Sontheimer und Helmut Schneider ließen sie melodisch rauschen. Und wenn dann noch „Blaue Augen“ über die „Späte Liebe“ nachdenken, dann kann nur gesungen werden: „So schön kann nur die erste Liebe sein.“ Auf jeden Fall waren sich Musikanten und Gäste darin einig: „Das Feuer brennt weiter.“ Das Feuer für gepflegte Blasmusikkonzerte und die ohne Ernst Mosch: Das gibt es nicht.

Das leidenschaftliche Feuer für die Blasmusik zeigte sich bereits beim ersten Teil des Konzertes. Hier bewiesen Dirigent und Musikanten, dass sie sehr viel mehr im Repertoire haben. Besonders sympathisch und flott kam der Konzertmarsch „Sympatria“ von Thomas Asanger daher. Bei der Erinnerung an den Zeppelin „Hindenburg“ (in memoriam Lakehurst, 1937) steigerte sich die Musik dramatisch, mit Feueralarm an Bord und den anschließenden, sehr traurigen Momenten.

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Ein Lied aus König der Löwen wünschten sich die Zuschauer in Hausen als erste Zugabe

Als Carina Schneider den Pop-Song der Gruppe Rosenstolz sang: „Ich bin ich (Wir sind wir)“, brach der Bann, denn die Hausener sind auch stolz auf ihre Gesangssolisten und die Musikerkollegen. Schließlich können sie alle von sich behaupten: „Hakuna Matata“, die Sorgen bleiben dir fern. Ja, das lernte der kleine Löwe „Simba“ von seinen Freunden und damit wurde das Leben für ihn schön. Natürlich auch für die Gäste im Saal, denn mit den Melodien aus dem wohl erfolgreichsten Musical „The Lion King“ wurde auch das beliebteste Musikstück des Abends gewählt und damit zur ersten Zugabe. Anschließend zog noch einmal der „Böhmische Wind“ durch den Saal.

Da das Publikum jedoch gar keinen Abschied nehmen wollte, dirigierte Armin Preschl seinen Lieblingsmarsch, den Deutschmeister-Regimentsmarsch. Daran und am gesamten Konzert erfreute sich auch Christine Räth vom Allgäu Schwäbischen Musikbund Bezirk 10 Mindelheim. Sie hatte die schöne Aufgabe, wohlverdiente Musikanten zu ehren.

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