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Stockheim

29.05.2015

Ein absolutes Juwel

Mit Hauben, der Hygiene wegen, besichtigten Hunderte Besucher am Deutschen Mühlentag die Donath-Mühle.
Bild: Schmid

Großer Besucherandrang beim Mühlentag in der Donath-Mühle

Es herrschte ein riesiger Andrang in der Donath-Mühle in Stockheim. Die kleinen und großen Besucher strömten herbei und wollten alles über die Mühle und ihre Produkte wissen. Die Mühle stand zwar im Teilnehmerverzeichnis der Bayerischen Mühlen der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung auf Platz 753, doch für Hunderte Besucher war sie am diesjährigen Deutschen Mühlentag die Nummer eins. Hier erfuhren sie durch sehr informative Führungen alles Wissenswerte vom Getreide bis zum fertigen Mehl.

Geschäftsführer Oliver Schuhmacher erläuterte, dass die Donath-Mühle eine Reformhausmühle sei, sprich ausschließlich Bioprodukte herstelle, und mit Süßquarzsteinen arbeite. Das sei in ganz Deutschland einmalig. „Die Mühle ist ein absolutes Juwel“, so Schuhmacher. Die Mühle arbeite seit nun rund 100 Jahren auch ganz im Sinne von Pfarrer Sebastian Kneipp. Die Donath-Mühle setze seine Vorstellungen von guter, gesunder Ernährung fort. Kneipp habe einen kulturellen, landwirtschaftlichen und landschaftlichen Impuls gegeben. Schuhmacher fände es verheerend, würde der Maisanbau noch verstärkt. Die Böden sollten die Menschen ernähren.

Die Donath-Mühle verarbeitet Dinkel, Weizen, Roggen, Nackthafer (ohne Spelz), Buchweizen und andere Getreidearten. Das brauche laut Schuhmacher der Mensch, um sich ausreichend und gesund ernähren zu können. Der Gedanke des Mühlengründers Hermann Donath solle weitergeführt werden. Seit einem Jahr gebe es die Produkte der Donath-Mühle speziell auch für Feneberg mit dem Logo „Bio von hier“.

Konrad Merk und seine Kollegen führten unzählige Gäste hinauf in die Mühle. Sie hat fünf Stockwerke, doch wegen des großen Andrangs konnten nur drei Etagen besichtigt werden. Die Besucher nahmen auch direkt die von ihnen gewünschten Produkte aus dem Mühlenladen mit nach Hause. In der „Caféteria“, das Lager wurde für den Mühlentag dazu umfunktioniert, gab es Kaffee und selbst gebackene Kuchen der Stockheimer Frauen.

Neben der Mühle standen die Gäste dicht gedrängt vor den Buden mit, die alle Leckereien aus Mühlenprodukten herstellten. Für unterhaltsame Folk- & Volksmusik sorgte das Trio „allswasreachtisch“ mit Catherine Wayland aus England (Flöte, Harfe und Akkordeon), Rick Stephens aus Australien (Gesang, Gitarre, Fiddle und Mandoline) und Gottfried Schuster aus dem Unterallgäu (Fiddle, Concertina und das Örgeli).

Am Nachmittag spielten die bekannten und beliebten „Maulquappen“ auf. Die Kleinsten fanden im Keller die Kasperlbühne „Alola“ aus Immenstadt vor. Sie saßen auf Kartonstapeln und begeisterten sich beim Stück „Kasperle auf Wildschweinjagd“. Natürlich befreite Kasperle mit Hilfe der Kinder alle vom Zauber der bösen Hexe.

Dem Zauber der Donath-Mühle hingegen konnten sich die Besucher lange nicht entziehen.

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