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Kirchdorf

09.10.2019

In Kirchdorf rücken bald die Bagger an

Kanalbau ist das Thema, das die Kirchdorfer in den nächsten beiden Jahren beschäftigen wird. Der Zeitplan für die Maßnahme steht.

In Kirchdorf wird ein Schmutzwasserkanal gebaut. Der Zeitplan steht. Im Raum steht die Frage, wer für den neuen Hausanschluss zahlen muss.

Auf die Bürger von Kirchdorf kommt ein großes Bauprojekt zu. Martin Hollmann vom Bauamt der Stadt stellte die Maßnahme vor, die die Kirchdorfer in den kommenden Jahren am meisten beschäftigen wird: der Bau eines Schmutzwasserkanals im westlichen Teil des Ortsteiles mit Anschluss an die Kläranlage.

Nach Aussagen von Bürgermeister Paul Gruschka (FW) und Hollmann bei der Bürgerversammlung in der Alten Schule gehe man im Frühjahr kommenden Jahres in die Planungsphasse. Ebenfalls sollen die Baumaßnahmen im nächsten Jahr ausgeschrieben und dann im Laufe des Jahres 2021 beendet werden. Derzeit ist das Gebiet westlich des Theresienberges noch das einzige, das nicht über ein Trennsystem verfügt. Hollmann beruhigte die Bürger: Alle notwendigen Informationen würden sie Anfang des Jahres mittels eines Rundschreibens erhalten. Dabei gehe es auch um die Hausanschlüsse. Ein Anwohner hatte nämlich wissen wollen, ob nun zwei Hausanschlüsse notwendig seien und wer für die Kosten aufkommen müsse. Wie aus den Antworten zu entschlüsseln war, wird der neue Hausanschluss wohl zu Lasten der Anlieger gebaut.

Die Kläranlage in Kirchdorf muss auf Vordermann gebracht werden

Mit den Baumaßnahmen würden auch, so Gruschka, die Versorger neue Leitungen legen. Nach Bedarf auch Gasleitungen, so der Bürgermeister. Gruschka erklärte auch, dass die Stadt von den übergeordneten Behörden unter Druck stehe, die Kläranlage auf Vordermann zu bringen und alle Ortsteile anzuschließen. Ansonsten könnten neue Baugebiete wie im Norden der Gartenstadt nicht mehr genehmigt werden. Zu den Maßnahmen gehöre auch die Erweiterung der Kläranlage. All diese Bauvorhaben würden natürlich Geld kosten und den finanziellen Spielraum der Stadt einschränken. In diesem Zusammenhang erinnerte Gruschka daran, dass die Stadt auf verschiedenen Feldern tätig sei und meinte damit die Neubauten im Kindergarten- und Hortbereich. Alleine diese Maßnahmen würden sieben Millionen Euro verschlingen, an Zuschüssen seien rund 3,5 Millionen Euro zu erwarten. Zum Jahresende rechne man mit einem Schuldenstand von 16,5 Millionen Euro. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1043 Euro.

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Es geht auch um Flexibus und Feuerwehrgerätehaus in Kirchdorf

Auf eine Frage betonte Gruschka, dass Bad Wörishofen nach wie vor mit der Kur eng verbunden sei. Er bat auch, angesichts der Probleme, nicht gleich in Depressionen zu verfallen. Mit dem Problem einer geringeren Verweildauer der Gäste hätten alle Kurregionen zu kämpfen. Die Stadt tue einiges, die Kneippstadt bekannt zu machen und erinnerte an das Festival der Nationen. In Zahlen: Gruschka rechnete vor, dass von einer Übernachtung rund 100 Euro in der Stadt hängen bleiben, dies seien bei 700.000 Übernachtungen immerhin 70 Millionen.

Zu Beginn der Veranstaltung ging der Bürgermeister auch auf Anregungen der Bürger der letzten Versammlung ein. Da sei nach dem Flexi-Bus gefragt worden. Die Verwaltung habe nach einem Gesamtkonzept mit ÖPNV und Taxibetrieb geforscht und er könne heute sagen, dass es gar nicht so schlecht aussehe. Details sollen demnächst vorgestellt werden.

Auch das Thema Feuerwehrgerätehaus gehe man an. Der Stadtrat habe 60.000 Euro für Planungskosten für Kirchdorf zur Verfügung gestellt. Ebenso komme man mit Ersatzbeschaffungsmaßnahmen bei den Feuerwehren voran. Nach Stand der Planung werde Kirchdorf wohl 2021 ein neues Löschfahrzeug erhalten.

Nach einer Stunde war Gruschka fertig. Von den derzeit 993 in Kirchdorf lebenden Einwohner hatten allerdings nicht viele den Weg in die Alte Schule gefunden.

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