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Haselbach

03.12.2020

Karl Kleiber, der rasende Reporter des nördlichen Landkreises

Kein Tag vergeht für Karl Kleiber ohne Mindelheimer Zeitung, für die er seit über 50 Jahren aus Haselbach berichtet. Heute wird „kk“ 75 Jahre alt.
Bild: W. Kleiber

Plus Karl Kleiber wird 75 Jahre alt. Der Haselbacher berichtet seit über 50 Jahren für die MZ. Mit der Zeitung verbindet ihn viel.

Eigentlich änderte sich im Zeitungswesen nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg vor rund 500 Jahren nicht mehr viel. Erst Ende des vergangenen Jahrtausend überschlugen sich die Ereignisse: Der Bleisatz musste dem Fotosatz weichen, Computer ersetzten die Schreibmaschinen. Auch Karl Kleiber aus Haselbach erlebte diesen „Umbruch“ bei der Mindelheimer Zeitung mit. Der gelernte Schriftsetzer musste sich gewaltig umstellen.

Den Umgang mit der digitalen Technik selbst beigebracht

Der Umbruch mit den Bleilettern wich dem Klebeumbruch. Und heute gibt es den Beruf des Schriftsetzers gar nicht mehr. So wurde aus Karl Kleiber erst ein Metteur und einige Jahre später dann ein Mediengestalter, der sich den Umgang mit der digitalen Technik quasi selbst beibringen musste. Doch Karl Kleiber war der Zeitung auch in weiterer Hinsicht verbunden. Seit über 50 Jahren berichtet er als freier Mitarbeiter über die lokalen Ereignisse in Haselbach, dem nördlichen Landkreis und darüber hinaus. Heute wird „kk“ wie er wegen seines angestammten Kürzels oft genannt wird, 75 Jahre alt.

Karl Kleiber wurde in Haselbach geboren. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er auf die Realschule in Thannhausen. Nach der Mittleren Reife folgte von 1962 bis 1964 die Ausbildung zum Schriftsetzer. Im November 1964 kam er in den Verlag Hans Högel in dem auch die Mindelheimer Zeitung erscheint. Nur der Wehrdienst brachte eine kurze Unterbrechung, ansonsten bleib der Jubilar der Mindelheimer Zeitung sein ganzes Arbeitsleben lang treu.

Sein Kürzel lautet „kk“: Das war sein erster Zeitungsbericht

Treu blieb er bis auf eine kurze Zeit auch seinem geliebten Haselbach, wo er Anfang der 70er Jahre mit Ehefrau Christine und den beiden Kindern Wolfgang und Claudia in das neue Eigenheim zog. Der ehemalige Haselbacher Posthalter Franz Bußjäger, der damals über das Dorfgeschehen in der MZ berichtete, brachte ihn zum Schreiben, denn er war der Meinung, nun einen kompetenten Mann an der Quelle zu haben. Kleiber erinnert sich noch gut an seinen ersten Bericht unter dem Kürzel „kk“: Es waren vier Zeilen, in denen die Generalversammlung des Schützenvereins angekündigt wurde.

Es folgten zahlreiche Berichte und Fotos von Festen, Faschingsveranstaltungen, Gemeinderatssitzungen und Zusammenkünften. Besonders am Herzen lag ihm die Betreuung des Kirchenanzeigers. Fast alle Kirchen, Kapellen, Feldkreuze oder Bildstöcke im ehemaligen Landkreis Mindelheim erschienen im Laufe der Jahre schon einmal in der MZ. Karl Kleiber hat das Schreiben nie als Last empfunden, betont er. Es habe ihm immer sehr viel Spaß gemacht.

Karl Kleiber berichtet auch für die Mittelschwäbischen Nachrichten

Nachdem er 2006 in Ruhestand ging, reduzierte der Jubilar auch seine Mitarbeit ein wenig. Dennoch berichtet er nach wie vor über das Vereinsgeschehen in seinem Umkreis. Weil Haselbach unmittelbar an der Grenze zum früheren Kreis Krumbach liegt, berichtet er auch hin und wieder für die Mittelschwäbischen Nachrichten.

Ansonsten ist er Hausmann, da seine Frau Christine 2012 überraschend starb. Er pflegt ein gutes Verhältnis zu seinem Sohn Wolfgang, der auch in Haselbach wohnt und seinem Vater in allen Dingen hilft und ihn gut umsorgt.

Entspannung findet Kleiber beim Fotografieren und in seinem Garten. Schafkopf und Tarock sind ebenfalls seine Leidenschaft. Und wie es sich gehört, ist Karl Kleiber natürlich auch Mitglied in drei Vereinen seines Heimatdorfes.

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