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Ortsentwicklung in Markt Rettenbach

09.10.2017

Markt Rettenbach peilt Großprojekte an

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Der Kindergarten in Markt Rettenbach platzt mittelfristig aus allen Nähten. Daher steht ein Neubau an. Nur noch die Standortfrage muss geklärt werden.
Bild: Dieter Becker

Der Kindergarten soll neu gebaut und das Fuggerschloss zum Rathaus werden. Für diese und weitere Vorhaben rechnet die Gemeinde mit Zuschüssen.

Seit dem Jahr 2015 befasst sich der Markt Rettenbacher Gemeinderat mit dem Neubau des kirchlichen Kindergartens. Weil die Schaffung einer vierten und eventuell später einer fünften Gruppe geplant ist, wird das Gebäude an der Schwesternstraße mittelfristig zu klein. Auch die Außenanlagen und die Parkplätze werden dann nicht mehr ausreichen. Im Zuge eines Sonderinvestitionsprogramms für die Finanzierung der Kinderbetreuung könnte es für einen solchen Neubau bis zu 85 Prozent an Zuschuss geben, erklärte Bürgermeister Alfons Weber in der jüngsten Ratssitzung.

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Dabei sind jedoch einige Richtlinien zu beachten. So sind in diesem Programm Ersatzbauten möglich, wenn sie entsprechend begründet und bis zum Jahr 2022 abgeschlossen sind. Gespräche mit der Diözese und dem Landratsamt werden demnächst geführt.

Kinderkrippe soll am bisherigen Standort bleiben

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Der Rathauschef schlug vor, den jetzigen Standort zu verlassen und einen Neubau auf dem Gelände westlich des künftigen Edeka-Marktes zu errichten. Denn die Erweiterungsmöglichkeiten im Bereich des alten Kindergartens seien begrenzt. Auf dem anderen Grundstück, das der Gemeinde gehört, wäre genügend Platz auch für Grün- und Spielanlagen, Parkplätze sowie einen Zufahrtsweg. Die Kinderkrippe solle am bisherigen Standort an der Schwesternstraße bleiben, die nach dem Umzug des Kindergartens ausbaufähig wäre.

Nicht alle Ratsmitglieder zeigten sich aber mit dem vorgeschlagenen Standort einverstanden. Während einer den Kindergarten weiter westlich hinter dem Wertstoffhof angesiedelt wissen wollte, hätten andere gerne den bisherigen Standort beibehalten. Ein weiterer Vorschlag war, die Kindertagesstätte nicht im Industriegebiet zu bauen, sondern in der Nähe der Schule. Bürgermeister Weber wies darauf hin, dass dort kein entsprechendes Grundstück zu bekommen sei. Marktrat Christian Engel sagte, ein Neubau sei notwendig, über den Standort müsse jedoch nicht gleich entschieden werden. Laut Kämmerer Klaus Fröhlich würde das Projekt rund zwei Millionen Euro kosten – abzüglich eines Zuschusses in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Auch in Frechenrieden soll gebaut werden

Auch der Kindergarten im Ortsteil Frechenrieden sei „in die Jahre gekommen“, fuhr Weber fort. Daher ist auch dort ein Neubau im Rahmen der Projektplanung 2020 der Gemeinde vorgesehen (Kosten: rund 500000 Euro, möglicher Zuschuss: 400000 Euro). Zudem steht ein Dorfgemeinschaftshaus für verschiedene Vereine im Fokus. Dieses würde rund 800000 Euro kosten, abzüglich Eigenleistungen. Ein weiteres Vorhaben ist der Umbau des im Gemeindebesitz befindlichen Fuggerschlosses zum Rathaus. Auch hier seien größere Zuwendungen zu erwarten. Der Hauptzuschussgeber, das Landesamt für Denkmalpflege, möchte aber vorher eine detaillierte Aufstellung über die Kosten für den denkmalpflegerischen Mehraufwand haben. Den Umbau bezifferte der Kämmerer mit 3,5 Millionen Euro. Die Förderung könnte bei 2,1 Millionen Euro liegen.

Möglicherweise wird dann das jetzige Rathaus, in dem sich neben den Amtsräumen eine Apotheke und drei Wohnungen befinden, verkauft. Bürgermeister Weber ergänzte, dass die Vorhaben nur umgesetzt werden, wenn sie auch zu finanzieren seien.

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