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Unterallgäu

22.09.2020

Welches Obst im Unterallgäu privat geerntet werden darf

Ein Apfelbaum kann nicht alle befruchteten Früchte ausreifen lassen, daher wirft er mit der Zeit viele wieder ab.
Foto: Andrea Warnecke (dpa)

Plus Im Rahmen der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ können Bürger Obst pflücken. Aber Vorsicht, man sollte zuvor ein paar Dinge beachten.

Der eine jammert über zu viel Obst, das gepflückt und verarbeitet werden muss. Der andere hätte gerne Äpfel oder Birnen, besitzt aber keinen Baum. Wie bringt man beide zusammen? Die Lösung: Baumbesitzer markieren Bäume, die reife Früchte tragen, mit einem gelben Band und geben diese damit zum Abernten frei.

Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ auch im Unterallgäu

Auch der Landkreis Unterallgäu beteiligt sich im Rahmen der Aktionswoche „Deutschland rettet Lebensmittel“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft vom 22. bis 29. September an der Aktion gelbes Band und ruft Bürger und Gemeinden zum Mitmachen auf. Wer sein Obst nicht benötigt oder seinen Eigenbedarf bereits gedeckt hat, kann seine Bäume mit einem gelben Band kennzeichnen. Dieses bedeutet: Hier ist ernten erlaubt.

„Ich hoffe, dass sich viele an der Aktion beteiligen“, sagt Landrat Alex Eder. „Es wäre doch schade, wenn das Obst schlecht wird, während andere dafür Verwendung hätten.“ Außerdem sei es zum Beispiel für Familien ein tolles Erlebnis, gemeinsam Äpfel zu ernten und daraus Saft zu pressen oder Apfelmus zu kochen.

Heuer ein gutes Obst-Jahr. Viele Apfelbäume tragen prächtig

Die Idee, an der Aktion teilzunehmen, hatte Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu. „Dieses Jahr gibt es richtig viel Obst“, sagt Orf. „Viele wissen nicht, wohin damit.“ Prädestiniert für die Aktion seien Streuobstwiesen, die der Landkreis oder die Gemeinden als Ausgleichsflächen für Bauprojekte anlegen. Auf seinen Wiesen hat der Landkreis bereits Bäume markiert: Geerntet werden kann am großen Kreisverkehr beim Flughafen in Memmingerberg und an der östlichen Ortseinfahrt von Woringen von der Autobahn kommend.

Gepflückt werden darf laut Orf ausschließlich an gekennzeichneten Bäumen. Außerdem sollten die Früchte reif sein und die Äste beim Pflücken nicht abgebrochen werden. Die Aktionswoche vom 22. bis 29. September soll der Auftakt für die Markierung von Bäumen im Unterallgäu sein. „Natürlich dürfen Obstbäume mit reifen Früchten aber den ganzen Herbst über markiert und abgeerntet werden.“ (mz)

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