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Chor

04.05.2016

Botschaften des Friedens für Irland

Warmsingen für die Grüne Insel: Der Chor Levantate bei seinem Konzert in der Klosterkirche Oberelchingen.
Bild: Dagmar Hub

Levantate präsentiert in der Klosterkirche Oberelchingen das Programm seiner anstehenden Konzertreise

Nach dem Gedenkkonzert des Chores Levantate im November für den ein Jahr zuvor verstorbenen langjährigen Leiter Hartmut Premendra Mayer und seine ebenfalls verstorbene Frau Chiow Ching Shi zeigte das Levantate-Konzert in der Oberelchinger Klosterkirche – kurz vor der Irlandreise des Chores – die Richtung auf: Die Mahnung zu Frieden und Versöhnung in hoher musikalischer Qualität bleibt weiterhin Kernbotschaft des Chores – nun geprägt von der Handschrift des Dirigenten und Komponisten Julian Habryka, der Levantate vor genau einem Jahr übernahm.

Vom 14. bis 24. Mai wird Levantate durch Irland touren. Mehrere Konzerte gemeinsam mit irischen Chören stehen auf dem Programm der Reise, die auch der Frage nachgeht, wie sich Irland seit den Kämpfen der katholischen Minderheit ab den 70er Jahren verändert hat. In der Klosterkirche stellte Levantate unter Habrykas Leitung das Konzertprogramm vor, das die Sängerinnen und Sänger in Irland und gemeinsam mit irischen Gastgeber-Chören aufführen werden.

Dieses Programm teilt sich größtenteils in Lieder, die unabdingbar zu Levantate gehören und – als Geschenk an die Gastgeber – in irische Folk-Songs wie „Down by the Sally Gardens“. Der Name des Chores selbst, der in spanischer Sprache „Erhebe dich“ bedeutet, stammt aus dem Lied „Plegaria“ des chilenischen Komponisten und Sängers Víctor Jara, der im September 1973 während des Pinochet-Putsches gegen Salvador Allende gefoltert und ermordet wurde. Das mit dem Aufruf „Levantate“ beginnende Lied gehört ebenso zum Reise-Repertoire wie Hartmut Premendra Mayers „Lied von der Alb“, mit dem der Komponist seine Heimatliebe festhielt. Die Worte dazu stammen von Manfred Eichhorn.

Daneben flocht Habryka Heinrich Schütz’ vielfach politisch genützten Choral „Wie nun, Ihr Herren“, zwei Lieder von Johannes Brahms und Leonard Cohens „Hallelujah“ ins Programm ein – eine wohlüberlegte Auswahl zwischen politischen Aussagen und der Grünen Insel gemäßer Melancholie. Wie in Elchingen, werden sich auch die Konzertbesucher in Irland wahrscheinlich über den „Irischen Segen“ als Zugabe freuen dürfen. (köd)

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