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Campus

20.12.2014

Ein eigener Raum für Studenten mit Kindern

Seit dem Wintersemester können Studierende im Eltern-Kind-Lernraum der Universität Ulm Betreuungslücken überbrücken.
Bild: Elvira Eberhardt/Kiz

Die Universität Ulm ist erneut als „familiengerechte Hochschule“ ausgezeichnet worden

Die Universität Ulm wurde erneut als familiengerechte Hochschule ausgezeichnet. Verliehen wurde das Zertifikat „Audit familiengerechte Hochschule“ von der Beruf und Familie GmbH, einer Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Seit 2008 trägt die Uni Ulm dieses familienfreundliche Qualitätssiegel. Das aktuelle Zertifikat läuft bis Dezember 2017. „Die familienfreundliche Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen ist nicht nur ein wichtiger Standortfaktor in Konkurrenz mit anderen Hochschulen, sie ist auch für die persönliche Zukunftsplanung der Uni-Angehörigen und Studierenden entscheidend und erleichtert ihnen die Bewältigung ihres beruflichen Alltags, was nicht zuletzt der Universität wieder zugutekommt“, so Professor Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident für Lehre und Internationales.

Mit zahlreichen Maßnahmen hat sich die Universität Ulm für die familiengerechte Hochschule starkgemacht. Zu den wichtigsten Angeboten zählen die verschiedenen Kinderbetreuungsangebote mit Kinderkrippe, Kindergarten und Notfallbetreuung.

Vor allem von den an die Arbeitszeit der Eltern angepassten Öffnungszeiten und den vergleichsweise wenigen Schließtagen sollen berufstätige und studierende Eltern profitieren. Flexible Arbeitszeiten, ein Vertretungspool im Sekretariat sowie besondere Betreuungsangebote für die Ferien sollen den Beschäftigten helfen, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen. Wissenschaftlerinnen profitieren speziell von Laborunterstützungsprogrammen für werdende und stillende Mütter, aber auch von Wiedereinstiegsstipendien für Nachwuchsforscherinnen. Für Studierende interessant sind in diesem Zusammenhang nicht zuletzt die Studienmodelle mit individueller Geschwindigkeit sowie eine Vielzahl virtueller Angebote. Und selbst im Hinblick auf die Studien- und Prüfungsordnungen wird auf Familienpflichten Rücksicht genommen. Brandneu im Angebot: Seit dem Wintersemester können Studierende im Eltern-Kind-Lernraum Betreuungslücken überbrücken und ihren Nachwuchs mit an die Uni nehmen. Ein neu eingerichteter Elternstammtisch bietet studentischen Müttern und Vätern außerdem die Möglichkeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch.

Zur Koordination all dieser Angebote hat die Universität eigens eine Beratungsstelle eingerichtet – den Familienservice. Ansprechpartnerin ist Maria Stöckle, die sich mit großem Engagement um die Fragen und Probleme von Uni-Mitarbeitern mit Familien kümmert. Dabei steht nicht allein der Nachwuchs im Fokus. In Zukunft sollen beispielsweise auch die Angebote zur Pflege-Unterstützung ausgebaut werden. „Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten, individuell auf die Anliegen unserer Studierenden und Beschäftigten einzugehen und Lösungen zu finden“, so Stöckle. Neben den Angeboten und Leistungen des Familienservice hat die Universität unter dem Dach der Zentralen Studienberatung eigens eine spezielle Beratungsstelle eingerichtet, die sich um die Belange studentischer Eltern kümmert. (az)

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