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07.07.2020

Einkaufen und Bauen: Die Vorgaben im Norden verändern sich

Im Sendener Norden bestehen große Einzelhandelsflächen. Diese sollen in Zukunft nicht weiter wachsen

Der Sendener Norden wird sich in den kommenden Jahren verändern. Unternehmen, die sich bereits jetzt dort angesiedelt haben, haben zwar Bestandsschutz. Neue Geschäfte müssen sich aber in Zukunft merklichen Änderungen anpassen, zum Beispiel darf keine innenstadtrelevante Ware wie Bücher mehr verkauft werden. In Ausnahmefällen sind Verkaufsstellen von kleineren Handwerksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben mit nicht-zentrenrelevanten Sortimenten erlaubt. Dazu gehören Autoteile, Fahrräder, Baumarktartikel, Gartenbedarf, Möbel und Sanitärerzeugnisse. Zudem dürfen die bestehenden Betriebe nur noch ausnahmsweise ihre Flächen verändern oder erweitern. All das regelt der in Planung befindliche neue Bebauungsplan.

Dass die Bebauungspläne im Norden angepasst werden sollen, hat der Bauausschuss bereits 2015 beschlossen – danach kam die Ausarbeitung, die sich bis heute hinzieht. Doch langsam, so sagte es kürzlich Stadtbaumeister Jörn Marx, „bewegen wir uns am Ende des Prozesses“. Einen ersten Schritt in Richtung neue Vorgaben machte der Bauausschuss jüngst, als er den Entwurf für den Plan „Ulmer Sträßle – Gerlhoferfeld“ billigte. Das Gebiet umfasst den Bereich nördlich von Inhofer, also rund um McDonald’s und Thomas Philipps.

Der alte Plan sei 50 Jahre alt. Senden müsse dringend etwas für die Belebung der Innenstadt tun, das Problem mit dem Einzelhandel haben laut Marx alle großen Städte. Senden sei in dieser Hinsicht bekanntermaßen besonders gefordert, denn im Norden reihen sich große Einzelhandelsflächen aneinander. Nach dem nun genehmigten Entwurf soll deswegen auch zügig das Gebiet ums Iller-Center folgen, derzeit ist der Bebauungsplanentwurf noch in Arbeit. Wie berichtet, ist kürzlich vor Gericht eine Klage des Betreibers gegen ein Änderungsverbot gescheitert. Sobald die Pläne durch sind, darf nur noch verkauft werden, was nicht zentrenrelevant ist. Zudem stellten die Grünen erfolgreich einen Antrag, dass weniger Flächen versiegelt werden dürfen sowie mehr Bäume gepflanzt und Flachdächer begrünt werden müssen. Bestandsgebäude sind von der Vorgabe ausgeschlossen. (cao)

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