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13.11.2018

Literatursalon würdigt Klassiker

Kleines Festival mit großen Namen

Der Literatursalon Donau setzt in den kommenden Wochen ein seit Langem gehegtes Herzensprojekt in die Tat um: Sieben Abende rund um Klassikerautoren des (vorwiegend) 20. Jahrhunderts, die die Leser zu kennen glauben – und doch in Gefahr sind, übersehen oder vergessen zu werden. Die Idee zu diesem kleinen Festival kam den Machern Rasmus Schöll und Florian L. Arnold schon mit der „Literaturwoche Donau“, wo immer wieder Autoren von Vorbildern schwärmten. Oftmals seien da Namen wie Brecht oder Poe gefallen. Und auch den Veranstaltern selbst fielen immer wieder die immensen Qualitäten der heute als Klassiker bezeichneten, zu ihrer Zeit meist jedoch sehr modernen, oftmals auch die Grenzen der damals geltenden Literatur-Regeln brechenden Stoffe auf.

Den Auftakt macht am Dienstag, 13. November, um 19.30 Uhr die Künstlerin Dorothea Grathwohl, die ihren Abend Bert Brecht widmet. Der gebürtige Augsburger schrieb das unverändert aktuelle Gedicht „An die Nachgeborenen“. Brecht war immer unbequem, laut, wichtig. Ein Mann, der nie ums Wort verlegen war, den man gern falsch verstand. Grathwohl kredenzt in der Buchhandlung Aegis (mindestens) 50 Minuten Extrakte aus dem Gesamtwerk.

Danach geht es mit hoher Schlagzahl weiter: Am Donnerstag, 15. November, führt Bernd Weltin – ebenfalls um 19.30 Uhr bei Aegis – in das Werk des großen Journalisten und Essayisten Egon Erwin Kisch ein. Den Abschluss der ersten Woche der „Literaturklassiker im Winter“ bildet ein großer Abend über Erich Mühsam, am Samstag, 17. November, um 19.30 Uhr im Club Orange der Volkshochschule Ulm. Manja Präkels und ihre Band „Der singende Tresen“ und Markus Liske wollen ihren Teil zur Wiederentdeckung des Revolutionärs und Dichters beitragen.

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Die weiteren, allesamt bei Aegis stattfindenden Termine des kleinen Festivals: Klaus Reibisch liest Edgar Allan Poe (Donnerstag, 22. November, 19.30 Uhr), Thomas Zehender und Thomas Mahr präsentieren „Die Weiden“ von Algernon Blackwood (Dienstag, 27. November, 19 Uhr), Bernd Wengert und Michael Moravek erzählen gelesen und gesungen Herman Melvilles Geschichte von „Moby Dick“ (Donnerstag, 11. Januar, 20 Uhr) und Timo Ben Schöfer trägt aus Theodor Storms „Die Regentrude“ vor – dem wohl ersten Öko-Roman der deutschen Literaturgeschichte (Donnerstag, 24. Januar, 19.30 Uhr).

Karten für alle Termine gibt es bei Aegis, Breite Gasse 2. (az)

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