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22.05.2015

Sauber macht lustig

„Der Tatortreiniger“ als Hörspiel im Roxy

Die NDR-Produktion „Der Tatortreiniger“ ist nicht nur irgendeine Serie. Sie überzeugt durch „Situationen, Gespräche, Szenen, die an Absurdität, Wahrhaftigkeit und Witz kaum zu überbieten sind“ – fand die Grimme-Preis-Jury 2013. Eine echte Hürde, die sich das „Theater an der Donau“ da vorgenommen hat: Die kleine Truppe hat als erstes Theater die Abenteuer des Spurenbeseitigers Schotty auf die Bühne gebracht – als Live-Hörspiel im Roxy. Das Unternehmen gelang: Die Premiere war ausverkauft und vor allem die zweite gezeigte Episode, „Schottys Kampf“, bekam begeisterten Beifall.

Das lag natürlich an der Vorlage, denn genau diese Folge der Serie war es, die 2013 auch den Grimme-Preis bekam: Schotty muss darin einen Blutfleck im Vereinsheim einer Neonazi-Vereinigung entfernen – in einem Raum voller teils absurder NS-Devotionalien, die er durch eine clevere Finte gleich mit entfernt. Dazu zeigten die Ulmer noch die Pilotfolge „Ganz normale Jobs“.

Schotty-Sprecher Hummel mit hanseatischem Tonfall

Am Anfang dauerte es ein wenig, bis die Idee des Live-Hörspiels zündete, denn Schotty-Sprecher Markus Hummel ist – trotz sauber antrainiertem Hamburg-Sound – natürlich nicht Bjarne Mädel. Doch das ist schnell vergessen, nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das Live-Hörspiel, bei dem Sina Baajour und Lea-Christin Garrelfs die anderen Rollen beziehungsweise die Erzählerstimme übernehmen und alle drei zusammen die passenden Geräusche produzieren: Da ersetzt die Gießkanne die Dusche und die Tupperdose die Autotür.

Bei der Premiere erwies sich das als großer Spaß, gelegentliche Timing-Schnitzer blieben eine Randnotiz. Ein unterhaltsamer Abend, nicht nur für „Tatortreiniger“-Fans. Im September sind weitere Vorstellungen geplant. (mgo)

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