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16.02.2015

„Spatzenhirn“ punktet beim Einparken

Der Spatz 6 ließ beim Wettbewerb in Braunschweig die Konkurrenz hinter sich.
Bild: TU Braunschweig

Team der Uni Ulm gewinnt erneut Wettbewerb mit selbststeuerndem Modellfahrzeug. Auch beim Einparken macht das kleine Auto eine gute Figur.

Führerlose Fahrzeuge der Universität Ulm sind auch im Miniaturformat äußerst erfolgreich: Zum dritten Mal hat das studentische Team „Spatzenhirn“ den Sieg beim achten Carolo-Cup an der Technischen Universität Braunschweig eingefahren. Bei dem Wettbewerb treten Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10 in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Die Besonderheit: Dank Kameras und Sensoren rollen die Fahrzeuge selbststeuernd über den Rundkurs.

Die Ulmer Titelverteidiger zogen mit ihrem „Spatz 6“ souverän an der Konkurrenz vorbei. Die 5000 Euro Siegprämie will das Team Spatzenhirn natürlich in die Verbesserung ihres Modellfahrzeugs investieren. Für die zweit platzierten Gastgeber (Team CDLC, TU Braunschweig) gab es 3000 Euro und das Team Kit-Car des Karlsruher Instituts für Technologie freut sich über den dritten Platz und 2000 Euro. 17 studentische Mannschaften aus Deutschland, Schweden und Russland sind mit ihren Miniatur-Fahrzeugen beim Carolo-Cup gestartet. Es galt, so schnell wie möglich einen Rundkurs zu absolvieren, Hindernissen auszuweichen sowie geschickt einzuparken – und das völlig autonom. Außerdem mussten die Konstrukteure Vertreter aus der Automobilindustrie von ihrem Konzept überzeugen.

Kein Problem für das Team „Spatzenhirn“, das seit der vergangenen Saison einen Generationenwechsel durchgemacht hat. Die jungen Tüftler (Durchschnittsalter: 21 Jahre) konnten vor allem beim schnellen Einparken punkten und hielten darüber hinaus einen überzeugenden Vortrag. „Im anschließenden Rundkurs ohne Hindernisse war der Spatz 6 das schnellste Fahrzeug im Teilnehmerfeld. Er legte in den vorgegebenen zwei Minuten 241 Meter zurück“, berichtet Teambetreuer Alexander Scheel, Doktorand am Ulmer Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik. Selbst ein technischer Defekt auf der Zielgeraden des Hindernislaufs konnte dem Team „Spatzenhirn“ den Sieg nicht mehr nehmen.

Der erneute Erfolg ist vor allem auf die hervorragende interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team zurückzuführen. Gemeinsam haben 13 Studierende der Elektrotechnik, der Informationssystemtechnik und Informatik die fahrdynamischen Eigenschaften des Vorgängermodells verbessert – unter anderem durch einen niedrigeren Schwerpunkt. Im Spatz 6 sorgen nun vier Radnabenmotoren für Allrad-Vortrieb. Dadurch kann jedes Rad einzeln angesteuert und eine hohe Kurvengeschwindigkeit erreicht werden. Ausgefeilte Algorithmen und ein leistungsfähiger, in das Fahrzeug integrierter Rechner, ermöglichen die zuverlässige Erkennung von Fahrstreifen und Hindernissen im Rundkurs.

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