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Neu-Ulm

11.11.2019

TSV Pfuhl: Einst zartes Pflänzchen, jetzt Bundesligist

Geehrt wurde beim TSV Pfuhl im großen Stil. Darunter Ilse Ronge, Gerhard Held, Hans Schäufele, Günther Rapp, Gerhard Fischer, Georg Johann Schiele und Friedrich Werner, die für 65 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt wurden.
Foto: Inge Pflüger

Der TSV Pfuhl feiert seinen 125. Geburtstag und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

Der TSV Pfuhl feiert in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag. Am Freitagabend wurden Jubilare im Historischen Museumsstadel geehrt. Umrahmt von der Musik des Duos „Dorondos“ erhielten verdiente Mitglieder Urkunden, Wein und Blumen. Unter ihnen auch Frauen und Männer, die seit 65 Jahren den Verein finanziell, ideell und tatkräftig unterstützen.

Beispielhaft nennen wir Gerhard Fischer, der den TSV seit Jahren mit Tat und Rat an vorderster Front unterstützt, oder den Ehrenvorsitzenden des Pfuhler Vereinsringes, der sich seit Jahren für die Vereine stark macht, Hans Schäufele. Er erinnert sich an seine Anfänge beim TSV. „Das waren damals noch Zeiten“, sagte der heute 75-Jährige. Mit zehn Jahren trat Schäufele in die Turnabteilung ein. „Damals war Fußball noch nicht so in“, deshalb machte er zunächst als junger Spund bei den Turnern mit. Diese waren noch nicht so erfolgreich wie heute – sind in die Bundesliga aufgestiegen. Unvergesslich für Schäufele das Gauturnfest einst in Weißenhorn, „beim Wimpel-Wettstreit landeten wir auf dem letzten Platz“, sagt der gebürtige Pfuhler und lacht herzlich. Dabei spricht er nicht von den ehemaligen Vorsitzenden, sondern von den „Oberen“, die seien noch echte „Respektspersonen“ gewesen, Zucht und Ordnung habe man im Vereinsleben neben den sportlichen Erfolgen verfolgt. „Wir Jungen haben uns trotzdem voller Elan engagiert und uns mit den ‚Oberen’ gut verstanden“, sagt er. Und: Die Auswärtstermine seien den Jungen sehr zu pass gekommen, dadurch kam man aus dem Dorf heraus. Als 18-Jähriger wechselte Schäufele die Sportart – jetzt war die Fußball-Abteilung sein Metier – mehrere Jahre spielte er in der Ersten Mannschaft und später verstärkte er die „Alten Herren“.

Noch hält er als Fan den Kickern, „wenn’s möglich ist“, bei den sonntäglichen Spielen die Treue. Sportlich gesehen vergnügt er sich nun aktuell bei der Senioren-Gymnastik. Vor 65 Jahren hatte der TSV gerade mal vier Abteilungen – Turnen, Fußball, Ski und Tischtennis. Heute gehört der Verein mit zwölf Abteilungen und mehr als 3000 Mitgliedern zu den Größten in der Stadt, informierte der stellvertretende TSV-Vorsitzende Johannes Stingl. Er erinnerte an die Anfänge am 24. April 1894, als 13 junge Männer in einem Schuppen den Turnverein gründeten. Eine Zeit, in der Turnen als Zeitverschwendung galt. Das „zarte Pflänzchen“ entwickelte sich Stingl zufolge rasch und erfolgreich. Ziel sei es auch künftig, gemeinsam mit den Abteilungen ein Konzept auszuarbeiten, mit dem auf längere Sicht gesehen eine gute Finanzierungs- und Organisationsstruktur für den Hauptverein und dessen Abteilungen sichergestellt werden können. Damit mit der Bewirtung alles bestens klappte, dafür sorgten Mitglieder des Vereins Museumsfreunde. Die Feierlichkeiten gehen weiter– am Samstag, 30. November, lockt eine Jubiläumsshow im Turnzentrum.

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